Mittelstands-Union übt Kritik an der Politik in Berlin und in München - Manfred Lubrich für ...
"Für den Unternehmer wird es immer schwieriger"

Der neue Kreisvorstand der Mittelstandsunion, an deren Spitze weiterhin Manfred Lubrich (Siebter von links) steht. Die Bedeutung dieses Arbeitskreises hoben auch CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz (rechts) und der Sulzbach-Rosenberger Ortsvorsitzende Dr. Patrick Fröhlich (Vierter von links) hervor. Bild: hka
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.07.2015
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War es die gute Arbeit der Führungsriege oder der lockende Biergarten? Die Mittelstands-Union (MU) der CSU brachte jedenfalls ihre Jahresversammlung samt Neuwahl in Rekordzeit hinter sich. Für weitere zwei Jahre steht Manfred Lubrich an der Spitze.

Kritisiert wurde erst am Schluss des Abends - und zwar die oben in Berlin und die unten in München, die dem Mittelstand das Leben schwer machten. Dr. Harald Schwartz, Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender, hatte dagegen auch gute Nachrichten im Gepäck und versicherte, hier wie dort würde die Fahne des Mittelstandes hochgehalten.

"Für den Unternehmer wird es immer schwieriger", klagte Kreisvorsitzender Manfred Lubrich. Seine Kritik galt vor allem Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), ihrer Anti-Stress-Verordnung und der Dokumentationspflicht bei der Zeitarbeit: "Wir werden mit Bürokratie überhäuft."

Die Finanzen sind in Ordnung bei der MU. Schatzmeister Alois Schwanzl zeigte sich in Spendierlaune: Ab heuer könne nicht nur zum Frohnbergfest, sondern auch zum Annabergfest eingeladen werden. Geschenke, das heißt, positive Nachrichten aus der großen Politik, packte auch Harald Schwartz aus. Beim Mindestlohngesetz werde die Bemessungsgrenze gesenkt, bei mitarbeitenden Familienmitgliedern die Aufzeichnungspflicht gestrichen. Darüber hinaus stelle das Land Bayern in einem "Zehntausend-Häuser-Programm" 90 Millionen Euro für die energetische Sanierung von Heizungsanlagen zur Verfügung, was Förderbeträge zwischen 1000 und 18 000 Euro beinhalte. Anträge könnten ab 15. September gestellt werden.

Dass politische Entscheidungen dem Mittelstand oft gar nicht gut tun, brachte Günther Pichl in Rage. Für Dobrinths Maut-Pläne und die geplanten Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) für den Bau von Straßen und Brücken, fand er böse Worte: "Da haben nur noch große Firmen die Chance, mitzuhalten. Der Mittelstand ist nicht mehr dabei."

Manfred Lubrich wurde einstimmig wieder zum Vorsitzenden gewählt, seine Vertreter sind Bianca Sommer, Günther Pichl, Michael Rampf und Josef Vogl. Auch Schatzmeister Alois Schwanzl und Schriftführer Walter Trösch bleiben im Amt, ebenso die Kassenprüfer Michael Kohl und Sepp Wagner. Zu den bisherigen Beisitzern Lothar Bedritzki, Maria Bogner, Wolfgang Fischer, Johann Moser, Erhard Nitzbon und Hubert Siegert kam Michael Kohl hinzu. Zur Bezirksversammlung fahren als Delegierte: Manfred Lubrich, Maria Bogner, Johann Moser, Erhard Nitzbon, Günther Pichl, Bianca Sommer. Landesversammlung: Günther Pichl (Ersatz: Manfred Lubrich).
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