Müll landet im Pullover

Die Klassen 4 a und 4 c der Pestalozzischule und ihre Lehrer Daniela Schön (hinten links) und Helmut Münch (hinten rechts) lassen sich von Martin Meier (hinten Mitte) vom Amt für Abfallwirtschaft den Wertstoffhof erklären. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.02.2015
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Wie funktioniert Mülltrennung und welchen Sinn hat sie? Was passiert mit dem Müll? Der Müll steht auf dem Lehrplan der 4. Klassen in Heimat- und Sachkunde. Um sich vor Ort zu informieren, besuchten die 4 a und die 4 c der Pestalozzischule den Wertstoffhof in Rosenberg.

Neugierig standen die Kinder zwischen den riesigen Säcken und den Containern. Martin Meier vom Amt für Abfallwirtschaft erklärte ihnen ganz genau, wie die verschiedenen Arten von Kunststoff wiederverwertet werden. Wichtig sei es, sie nach den unterschiedlichen Sorten zu trennen, denn nur dann könne man neue Produkte daraus machen.

Aus alten Plastikflaschen könne man zum Beispiel Kugelschreiber machen, aber auch Fleecepullover enthalten diesen Kunststoff. Überrascht befühlte ein kleiner Blondschopf seinen kuscheligen Pullover und staunte. "Wir kriegen eine Menge Geld für die Wertstoffe, weil wir sie getrennt sammeln. Deshalb können wir sie verkaufen und die Müllgebühren niedrig halten", erklärte Meier.

Drei Teile trennen

"Mischkunststoffe wie bei Verbundverpackungen sind etwas ganz Gemeines", sagte er und zeigte den Mädchen und Jungen gleich, warum: Er nahm einen Saftkarton und zerriss ihn. Außen, stellten die Besucher fest, ist Pappe, dann kommt eine Schicht Alufolie und innen noch eine Kunststoffschicht. Um so einen Karton wiederzuverwerten, muss man die drei Teile trennen. "Deshalb werden diese Kartons geschreddert und eingeweicht. Dann löst sich die Pappe auf, danach kann man Alu und Kunststoff trennen."

Auch für blaues Glas

Nicht nur die Schüler hörten aufmerksam zu. Auch ihre Lehrer - Daniela Schön und Helmut Münch, konnten noch etwas lernen. Als Meier die verschiedenen Container für weißes, grünes und braunes Glas vorstellte, fragte Münch, wohin denn eine blaue Flasche gehöre. Blaues Glas, erfuhr er, ist im Grünglascontainer richtig.

Die Besucher von der Pestalozzischule informierten sich über die Altkleider-, Bauschutt-, Altmetall- und Dosencontainer, außerdem über die rote Tonne, in der man alte CDs und Druckerpatronen entsorgen kann. Sehr interessant fanden sie den Behälter für Elektronikschrott. Wie Meier erläuterte, werden die ausgemusterten Geräte zerschlagen, um die Kunststoffteile abzulösen. Anschließend werden die Metalle herausgeholt und nach Arten getrennt. Der Schrott ist wirklich wertvoll, so enthalten zum Beispiel Handys Gold und manchmal sogar Platin. Viele hatten Müll mitgebracht und sortierten ihn jetzt in den richtigen Sack oder Container, dann warf die Gruppe noch einen Blick in die Sperrmüll- und die Grüngutcontainer.

Besser verstanden

Im Namen der Kinder und seiner Kollegin bedankte sich Münch für die interessante Führung. "Wir wollten sehen, wie das mit dem Müll funktioniert. Jetzt haben wir die Bedeutung von Recycling besser verstanden", sagte er. Zum Abschied schenkte Meier jedem Kind einen Kugelschreiber, der zu 89 Prozent aus ehemaligen PET-Flaschen besteht. So wurde der Sinn der Mülltrennung und -wiederverwertung greifbar.
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