MuK-Musiker rocken Biergarten

Gerald Ludwig (links) und Uli Wiesnet sind zwei Mitglieder von "TrioLogie". Mit ihrer Wahnsinns-Percussion-Show endete das MuK-Open-Air mit sieben Bands an den "Sieben Quellen". Der Biergarten des Gasthofs der Familie Mutzbauer erwies sich als Glücksgriff für dieses außergewöhnlich gute Konzert. Über 500 Leute strömten bei traumhaftem Herbstwetter nach Breitenbrunn. Bild: Bleisteiner
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.10.2014
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Der Herbst, wenn's kühl ist und sanft die Blätter von den Bäumen fallen, gilt ja eigentlich als beschaulich. Ganz anders am Freitag in Breitenbrunn. Da wehte Rockmusik das Laub von den Kastanienbäumen bei einem Ansturm von Leuten, den so keiner erwartet hatte.

"Wir brauchen mehr Garnituren!" Das war die einzige "Sorge" einer ansonsten perfekten Veranstaltung in Rosenberg. Der Biergarten des Gasthauses "Zu den sieben Quellen" in Breitenbrunn platzte schon Mittags aus allen Nähten - und da war noch kein einziger Ton gespielt. Das Musik- und Kulturzentrum "MuK" verlegte sein jährliches Open Air heuer kurzerhand nach Breitenbrunn. Die Rechnung ging auf, die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos.

Strahlender Sonnenschein

Über 500 Leute genossen die strahlende Sonne, die hervorragende Bewirtung des Teams um Birgit Mutzbauer und sieben Super-Bands, die von Rock über Soul und Pop alles aufboten, was einen Konzertbesucher erfreut. "Wir vom MuK haben die besten Musiker, und die gehören eben ins beste Wirtshaus, beziehungsweise heute in den besten Biergarten", freute sich MuK-Chef Gerald Ludwig bei der Begrüßung. "Das wochenlange Proben wird heute belohnt. Vor so einem Wahnsinnspublikum zu spielen ist einfach saustark".

Eifrig karrten fleißige Helfer nochmal 20 Biertisch-Garnituren heran, um es dem Publikum bequem zu machen, denn die erste Band des Nachmittags stand bereits auf der Bühne. "Chrome" lieferten, ebenso wie die nachfolgende Combo "Wednesday 8", astreinen Pop ab. Etwas härter ging es dann mit der Gruppe "Desert Light" zur Sache. An Jahren noch jung, aber schon mit einer Hammerstimme und viel Charisma gesegnet, legte sich Frontman Christian Aufschneider ins Zeug. Seine Bandkollegen Alex Kellner, Fabian Koller, Julian Bücherl und Meike Pirner standen dem in Nichts nach. Bestechend, wie sie Rockklassiker interpretierten und bei AC/DC-Nummern zu ganz großer Form aufliefen.

Da kam die "Abkühlung" durch das Akkordeonorchester unter der Leitung von Inga Ludwig gerade recht. Wer gedacht hatte, dieses Ensemble passt doch nicht zu einem Open Air, wurde eines besseren belehrt. "Black and White", so nennt sich das MuK-Akkordeonorchester, verliehen Liedern wie "Let it be" oder "The Wall" auf galante Art richtig viel Schmackes - ein klasse Auftritt. Eric Waldherr, Tobias Paulus und Markus Janner sind "Band One" und ganz große Talente. Bei den Jungs saß jeder Gitarrenriff, jeder Schlag auf die Snaredrum und jeder Ton. Die jungen Musiker setzten das, was sie im MuK gelernt haben, perfekt um und strotzten vor Selbstbewusstsein.

Als die Sonne über dem idyllischen Areal unterging, griffen die "Profis" von "Rock'n'Soul" zu ihren Instrumenten. Gemäß ihrem Bandnamen glänzte das Quartett mit feinfühligen Soul-Balladen und erdigem Rock.

Frischer als das Original

Ganz stark bewies Sängerin Sabrina Übler wieder ihr Ausnahme-Talent als Frontfrau. Auch ein Verdienst der Gesangsausbildung durch Inga Ludwig im MuK. Bestens begleiteten sie Gitarrist Florian Meurer, Keyboarder David Allstadt, Bassist Christian Meidenbauer und Schlagzeiger Tobi Platzer. Hits von US-Superstar "Pink" oder Liquidos "Narcotic" klangen bei "Rock'n'Soul" teilweise frischer als das Original. Ganz klar, dass das Publikum "Zugabe!" forderte.

Das Publikum angefeuert

Das Finale bestritten die drei Herren von "TrioLogie" mit ihrer fulminanten Percussion-Show. Jazz, Rock oder auch Fahrstuhlmusik - Andi Stöcker, Uli Wiesnet und Gerald Ludwig machen vor nichts halt. Drei Meister ihres Fachs, lockere Sprüche und ein irrwitziges Instrumentarium - das feuerte das Publikum am kühlen Abend nochmal richtig an.

Fazit: Alles klappte wie am Schnürchen. Nun sind die "Macher" Gerald Ludwig und Birgit Mutzbauer unter Zugzwang, denn das ruft ganz laut nach einer Wiederholung.
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