Nach der Jagd zum Abhängen

Fledermaus-Experte Rudolf Leitl lobte im Beisein von Revierförster Volker Binner, Bund-Naturschutz-Kreisvorsitzendem Peter Zahn, Bürgermeister Michael Göth sowie BN-Geschäftsführer Horst Schwemmer (von links) die naturschutzorientierte Waldbewirtschaftung in den Stadtwäldern Sulzbach-Rosenbergs: "Hier achteten die Förster schon immer auf die wichtigen Elemente."
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.08.2015
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"Wie fledermausfreundlich ist der Stadtwald?" Mit dieser Frage haben sich Wald- und FledermausExperten der Forstverwaltung des Bundes Naturschutz und des Landschaftspflegeverbandes beschäftigt. Sie fanden heraus, dass für die heimlichen Nachtjäger das Quartierangebot durchaus verbessert werden kann.

Im "Aktionsjahr Waldnaturschutz" legte Bürgermeister Michael Göth im Stadtwald Haselgraben beim Aufhängen von Fledermauskästen persönlich Hand an und gab so den Startschuss zur Biotopverbesserung. Ziel, so Revierförster Volker Binner, ist es, das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten für die 14 heimischen Waldfledermausarten zu verbessern.

Allianz ist aktiv

In den kommenden Wochen ist die Fledermaus-Allianz (Horst Schwemmer vom Bund Naturschutz, Rudolf Leitl, Gebietsbetreuer vom Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach, und Forstmann Volker Binner, für die Stadtwälder zuständig) aktiv. Rund 150 Fledermauskästen werden in den verschiedenen Stadtwäldern rund um die Herzogstadt aufgehängt. Sponsern wird die neuen Behausungen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach. "Bäume mit Spechthöhlen werden im Kommunalwald gezielt erhalten und nicht gefällt. Allerdings dauert es sehr lange, bis ausreichend viele natürliche Quartiere entstehen", erklärt Förster Binner beim Ortstermin im Haselgraben.

Gespannt auf Arten

Diese Zeitspanne des "Wohnungsmangels" soll durch Kunsthöhlen überbrückt und die Situation für die Waldfledermäuse verbessert werden. Gleichzeitig können, so Fledermausexperte Rudolf Leitl, die Kästen Einblicke ins sonst verborgene Nachtleben der Flugsäuger gewähren. "Wir sind sehr gespannt, welche Arten nachts in den Stadtwäldern auf Insektenjagd gehen und tagsüber in unseren Kästen abhängen", freuen sich Horst Schwemmer und Rudolf Leitl.
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