Nebelmond und Novemberregen

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.11.2014
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2014 scheint zum mitteleuropäischen Hit in den Charts der Wärmejahre zu werden: Quasi atemlos durch das Jahr zogen sich die überdurchschnittlich lauen Monate, Ausnahme war bislang nur der August. Wann wird's mal wieder richtig Winter? Das ist da die Frage, und im Moment ist in dieser Hinsicht nicht viel in Sicht - außer etwas Novemberregen und Nebelmond.

Immer wieder stößt neue Kaltluft auf dem amerikanischen Kontinent nach Süden, später auf den Atlantik vor, befeuert dort Tiefdruckgebiete, auf deren Vorderseite wir in einer milden Gegenströmung landen. Nur wenige Wettermodelle springen auf den Zug auf, dass sich im letzten Monatsdrittel etwas in Richtung Winter tun könnte - doch dieser Zug fährt bislang eher nach nirgendwo. Und so lautet die Ode an den bisher recht milden November: Mercie, Chérie.

Der heutige Freitag zeichnet sich hauptsächlich durch Nebel und Hochnebel aus, der sich wohl hartnäckig hält. Bei einer Obergrenze von rund 700 Metern schauen, wenn überhaupt, die Hochflächen des Oberpfälzer Jura oben heraus. Darunter ist es Glücksache, ob sich das Grau auflösen kann und den Blick auf den nur leicht bewölkten Himmel freigibt. Der Ostwind wird böig, und fühlt sich kalt an, obwohl die Temperaturen mit 9 Grad in Auerbach, 11 in Freudenberg und 12 in Illschwang für die Jahreszeit zu hoch liegen. Dort, wo die Sonne durchkommt, kann es sogar noch 2 Grad wärmer werden.

Am Samstag ändert sich zunächst wenig am Nebellotto: Oben blau, unten grau zu Tagesbeginn, bei einer Nebelobergrenze von etwas tieferen 600 Metern ist die Chance auf Auflösung aber dann auch in unseren Tälern etwas höher, und oft schafft es die Sonne zumindest am Nachmittag. Später kommen über dem Nebel "echte" Wolken an und bringen in der Nacht von Franken her Regen. Die Höchstwerte liegen im weiter böigen Ostwind bei 9 Grad in Ensdorf, 11 in Sulzbach- Rosenberg und 12 in Kastl. Wo die Sonne sich früher durchsetzt, sind allerdings bis 14 Grad möglich.

Wenig Gedanken über Sonne oder nicht muss man sich am Sonntag machen: Es wird grau, trüb und zeitweise fällt - vor allem zu Tagesbeginn - etwas Regen. Dieser zieht zwar bis Mittag nach Tschechien ab, die Wolkensuppe aber hält sich sehr zäh und gibt nur wenigen Aufhellungen eine Chance. Mit 7 Grad in Schnaittenbach, 9 in Neukirchen und 10 in Amberg bleibt es ungemütlich, aber dennoch mild für die Jahreszeit.

Am Montag und Dienstag wird es meist trüb mit gelegentlichem Regen, dazu ist es mit 4 bis 8 Grad nasskühl. Ab Mittwoch stellt sich ruhiges Novemberwetter ein, dazu bestehen vor allem am Donnerstag dank mehr Südwestwind größere Sonnenchancen als am Mittwoch. Bei Dauernebel bleibt's mit 8 Grad frisch, mit Sonne und Wind sind am Donnerstag bis 15 Grad möglich. Windig und nasser, aber mild, wird's zum Wochenende.
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