Neue Klassen für Flüchtlinge

Wir wollen diese Zahl nach Möglichkeit halten.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
31.07.2015
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Zwei neue Übergangsklassen wird es aller Voraussicht nach im nächsten Schuljahr geben: eine in Ganztagsform an der Dreifaltigkeits- Mittelschule in Amberg und eine in der Mittelschule Auerbach. Dafür muss wohl eine der bereits etablierten weichen.

Wie Schulamtsleiter Peter Junge auf Nachfrage der AZ erklärte, werde man im Gegenzug zu der Neubildung wahrscheinlich eine der beiden Übergangsklassen an der Grundschule Hahnbach einsparen müssen. Im Schulamt ist man derzeit dabei, aus der frisch eingetroffenen Lehrerzuteilung die ab September möglichen Klassenbildungen zu errechnen.

In Übergangsklassen werden Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet, die kein Deutsch können und eine besondere Sprachförderung brauchen. Ziel ist es, sie fit für die Regelklasse zu machen. Die Ü-Klassen gelten bei der Planung als "die großen Unbekannten" (Junge), weil sie in Abhängigkeit von der Zahl der Flüchtlingskinder gebildet werden müssen, die im Landkreis und der Stadt Amberg eintreffen.

Von zwei auf sechs

So begann in Junges Zuständigkeitsbereich das Schuljahr mit zwei Übergangsklassen, am Ende waren es dann sechs: in den Grundschulen je eine in der Amberger Barbaraschule und in Vilseck sowie zwei in Hahnbach, was hier eine Einstufung nach dem Leistungsstand ermöglichte. Für die älteren Kinder waren die Klassen in der Luitpoldschule in Amberg und in der Krötensee-Mittelschule in Sulzbach-Rosenberg.

Darüber hinaus hatte die Dreifaltigkeits-Mittelschule, die im Zuge der Umstrukturierung in Amberg eine reine Ganztagsschule wird, auch eine Ganztags-Übergangsklasse beantragt. Am Donnerstag hat die Regierung der Oberpfalz Junge mitgeteilt, dass sie diesen Antrag genehmigt. In der Auerbacher Mittelschule verhalf Flüchtlingskindern, die kein Deutsch sprechen, bisher eine "Deutschförderklasse" zum Spracherwerb. Das heißt, sie gingen in eine Regelklasse, wurden aber in ausgewählten Fächern (vor allem den Hauptfächern) getrennt von ihr unterrichtet.

Derzeit ist laut Junge klar, dass die Auerbacher Ü-Klasse im September mit mindestens zehn Schülern startet. Da in der Stadt aber bereits die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen geplant ist, können es durchaus mehr werden.

Lehrerstunden das Problem

Ob der prognostizierte Zustrom weiterer Flüchtlinge zusätzliche Übergangsklassen nötig macht, ist derzeit nicht Junges erste Sorge. Für ihn geht es jetzt eher darum, aus der Gesamtzahl der zugewiesenen Lehrerstunden überhaupt genügend für die vorgesehenen sieben Ü-Klassen herauszubekommen. Deshalb formuliert er vorsichtig: "Wir wollen diese Zahl nach Möglichkeit halten."
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