Neuer Chemiesaal und Versorgungsschacht: Millionenausgaben für Bildung am ...
Meilenstein bei der Sanierung

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.11.2014
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Die Schule ist wieder ein Stück fitter für die Zukunft: Ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung des Herzog-Christian-August-Gymnasiums ist mit dem Abschluss der Arbeiten am Versorgungsschacht und am Chemiesaal erreicht.

Es war eine Meisterleistung, was im Gymnasium alles baulich über die Bühne ging. Firmen, Schüler und Lehrer arbeiteten während der Bauarbeiten quasi Hand in Hand, um den Unterricht gewährleisten zu können. Für knapp zwei Millionen Euro gab es dafür einen neuen Versorgungsschacht und einen neuen Chemiesaal. Landrat Richard Reisinger und Schulleiter Oberstudiendirektor Dieter Meyer dankten allen am Bau Beteiligten für die zumeist problemlose Ausführung.

Sonderlob für Planer

Die gesamte Maßnahme war während des laufenden Unterrichts umgesetzt worden. Dabei habe sich eine enge Kooperation mit der Berufsschule bewährt, in die viele Klassen ausgelagert waren. Auf eine teure Containerlösung konnte so verzichtet werden. Ein Sonderlob gab es bei Abschluss der Arbeiten für die Planer, darunter Architekt Martin Kunert, Norbert Klotz (Elektro), Martin Hollweck (Statik), Josef Dill (Heizung, Lüftung, Sanitär). Wie Gebäudemanager Thoams Raithel mitteilte, dauerte die penible Ausführungsplanung über ein Jahr und war Grundlage für die lobenswerte Termintreue und Kostensicherheit.

Nach der Brandschutzsanierung der Jahre 2009/2010 für rund eine Million Euro, der Sanierung von Lehrerzimmer und Bibliothek imJahr 2011 für rund 200 000 Euro sowie der Energetischen Sanierung von 2010 bis 2013 für insgesamt 1,5 Millionen Euro investierte der Landkreis als Sachaufwandsträger mit den aktuellen Maßnahmen zusätzlich fast zwei Millionen Euro.

Dies war dem Landrat auch ein Lob an den Kreistag wert, der die Investitionen in die Bildung uneingeschränkt mittrage. "Wir wollen alle unsere Schulen in einen Top-Zustand versetzen", unterstrich Reisinger. Schulleiter Meyer wollte in das Lob auch noch Hausmeister Franz Neumüller mit einbezogen wissen, der als Ansprechpartner stets bereit stand.

Die Projekte im Einzelnen:

Versorgungsschacht:

Im Altbau stand im Untergeschoss die Erneuerung aller Ver- und Entsorgungsleitungen an. Sie verschwanden unter einer 30 Zentimeter starken Bodenplatte im Erdreich.

Bei eventuellen Problemen sind die Leitungen, wie Heizung, Abwasser oder Elektro, jederzeit zugänglich. Die Bauzeit - vorgesehen von den Sommerferien 2013 bis zu den Sommerferien 2014 - konnte genau eingehalten werden. Nach Angaben der Projektleitung liegen die dabei entstandenen Baukosten mit rund 1,45 Millionen Euro noch unter der prognostizierten Berechnung

Chemiesaal:

Im Chemiesaal und in der Vorbereitung sorgt nun eine mechanische Be- und Entlüftung für Sicherheit. Neu sind eine Beleuchtung mit LED, eine Akustikdecke sowie die Medien-Ausstattung.

Das Durchreiche-Digestorium zwischen Vorbereitungsraum und Lehrsaal wurde ebenfalls erneuert. Chemikalienschränke mit Zwangsentlüftung, ein Laborglasreiniger, ein Ionenaustauscher sowie ein explosionsgeschützer Kühlschrank vervollständigen die neue Ausstattung. Lehrsaal und Vorbereitung erhielten zudem neue Labortische, Erste-Hilfe-Pakete und Not-Aus-Knöpfe.

Die Bauzeit lief in diesem Bereich von Juni bis zum Ende der Sommerferien. Die aufgelaufenen Baukosten gab das Landratsamt mit 350 000 Euro an. (oy)
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