Neuer Priester wird ernannt
"Jesus hat Dich gerufen"

Neupriester Adam Karolczak spendete den Primizsegen. Bild: lz/bba
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.07.2015
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18 Priester und Diakone standen um den Altar der Stadtpfarrkirche St. Marien. Sie feierten mit dem Neupriester Adam Karolczak die Primiz.

(lz/bba) Das Gotteshaus war für das besondere Ereignis prächtig herausgeputzt worden. Die Bläser um ihre Leiterin Maria Boßle und der Kirchenchor unter der musikalischen Federführung von Steffen Kordmann überzeugten durch eine stilvolle musikalische Gestaltung der Messfeier.

Nach zwei Lesungstexten und einer Perikope aus dem Johannes- Evangelium erinnerte der Festprediger, Kaplan Konrad-Maria Ackermann aus Oberviechtach, an seine eigene Primiz, die ihn kurz vor dem Glaubensbekenntnis ein bisschen ängstlich gemacht habe. Ihm sei in diesem Moment klar geworden, dass sein Leben nun nicht mehr ihm selbst gehöre, sondern ganz Gott. Die grundlegende Liebe und Geborgenheit Gottes begleite uns Menschen in unserem ganzen Leben.

Ackermann erinnerte an die biblischen Fragen von Simon Petrus. Die Antwort sei Jesus Christus, der sich selbst geben möchte als das wahre Brot des Lebens. In Adam Karolczak sei in den letzten Jahren der Wunsch und die Sehnsucht nach dem katholischen Priestertum gereift. "Jesus Christus hat Dich gerufen", betonte Ackermann, und der Primiziant habe zu diesem Ruf Ja gesagt.

Menschliche Sehnsüchte nach einem normalen Leben oder einer eigenen Familie hätten für den jungen Priester nicht den gleichen Stellenwert wie die Sehnsucht nach und zu Gott. Darin liege der Schlüssel zum priesterlichen Verständnis des Zölibats: "Gebt Euch hin für Jesus Christus, und gebt Euch hin für die Menschen, die Euch anvertraut sind."

Christen hätten allen Grund, auch diese Kirche zu lieben, denn ohne sie gäbe es kein Wissen über Tod, Auferstehung oder die Himmelfahrt, keine Sakramente und niemand, der sich unbeirrt für die Würde jedes Menschen einsetzen würde.

Die Rolle des Priesters sei heute eine vielfältige, denn zu seinen ursprünglichen Aufgaben sei er Manager, Lehrer oder Bauherr, aber dennoch kein Übermensch. Immer wieder werde der junge Priester in traurige Augen schauen, Trost spenden und Hoffnung schenken müssen.

Nach der Segnung der Fahnenbänder, die an die Bannerabordnungen der kirchlichen Vereine zur Erinnerung übergeben wurden, bedankte sich der Primiziant bei den vielen Menschen, die sich zum Gelingen dieses Festtages engagiert hatten. Dann spendete er den allgemeinen Primizsegen.
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