Neues Internetportal verknüpft auf der "Nordbayerischen Industriestraße" 25 Museen
Virtuelle Pfade der Industriegeschichte

Einen einfachen Zugang zur nordbayerischen Industriegeschichte erlaubt das Internetportal www.industriegeschichte.net. Christoph Werner und Jens Riesner (Mitte von links) stellten es am Dienstag im Bergbau- und Industriemuseum in Theuern im Beisein von dessen Leiter Michael Ritz (links) und Edith Zimmermann vom Stadtmuseum in Sulzbach-Rosenberg (rechts) vor. Bild: sta
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.05.2010
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Schneller geht's kaum: Bequem vom Computer aus sind 25 Museen in Franken und der Oberpfalz nur zwei Mausklicks entfernt. Unter der Internetadresse www.industriegeschichte.net entsteht ein umfangreiches Themenportal, in dessen Mittelpunkt die "Nordbayerische Industriestraße" steht. Hier sind, wie bei einer spannenden Wanderung, 25 Museen miteinander verknüpft. Auch das Bergbau- und Industriemuseum in Theuern und die beiden Stadtmuseen in Sulzbach-Rosenberg und Amberg.

"Unser Ziel ist es, für alle nordbayerischen Museen, die sich mit den Themen Industriegeschichte und Industrielle Revolution beschäftigen, eine zentrale Informationsplattform im Internet anzubieten", so Jens Riesner bei der Präsentation des Portals in Schloss Theuern. Wer sich hineinklickt, erhält auf einen Blick viele appetitlich aufbereitete Informationen: Lage und Anfahrtskizzen der Museen, Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Themenschwerpunkte und das Veranstaltungsangebot.

Kooperation mit Uni

Dazu kommt ein zusätzliches Wissensportal, auf dem in enger Kooperation mit dem Institut für Landesgeschichte der Universität Erlangen Hintergrundthemen erörtert werden. Es beinhaltet unter anderem ein Stichwortlexikon sowie ausführliche wissenschaftliche Arbeiten und auch Informationen zu wichtigen Persönlichkeiten der Industriegeschichte, wie Christoph Werner vom Portalbetreiber betonte. Zusätzlich ist Ende des Jahres die Einrichtung eines museumspädagogischen Programms geplant. Damit sind auch Schulen als Nutzer in den Fokus genommen.
Der Besucher des Portals findet nach spätestens zwei Schritten alle für ihn relevanten Informationen zum gewählten Museum. Die Übersichtskarte zeigt die Route - und mit einem weiteren Klick folgen Detailinformationen zu den jeweiligen Häusern. Freilich soll es nicht beim virtuellen Museumsbesuch bleiben. "Wir wollen junge Leute, die sonst vielleicht kaum in ein Museum gehen, wieder heranführen", so die Hoffnung von Jens Riesner.

Kohle und Schnupftabak

Interessant erscheint die - durch GPS-Daten gestützte - Reise durch die Landschaft der Industrie-Museen in Franken und der Oberpfalz allemal. Vom Kanalmuseum in Burgthann über die Bleistiftherstellung bei Faber Castell in Stein, das Ofenwerk in Nürnberg, die Maffeischächte in Auerbach, die Braunkohleförderung im Wackersdorfer Bereich oder gar die Schnupftabakfabrik in Regensburg reicht die Bandbreite.

Wer am Ende in dem Internet-Portal vertreten sein wird, steht erst nach Abschluss der Probezeit Ende Juni fest. Denn für die Museen, die sich hier präsentieren wollen, ist die Aufnahme nicht kostenfrei. Allerdings hält sich der finanzielle Aufwand mit zehn bis 20 Euro im Monat in überschaubaren Grenzen. Die könnten möglicherweise auch durch Sponsoren abgedeckt werden.
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