Neues Übungsmessgerät für den Kreisfeuerwehrverband Amberg-Sulzbach
Gefährliche Stoffe nicht so selten

Der Fachbereich Gefahrgut der Feuerwehren im Landkreis verfügt mit dem Explo-Trainer über ein hochmodernes Übungsmessgerät. Darüber freuten sich bei der Übergabe (von links): Kreisbrandmeister Alexander Graf, Landrat Richard Reisinger, Kreisbrandinspektor Peter Deiml, Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Bild: u
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.03.2015
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Retten, löschen, bergen und schützen: Diese Schlagworte bringen das Spektrum der Feuerwehrarbeit auf den Punkt. Neben der Bekämpfung von Bränden und technischen Hilfeleistungen gehören seit geraumer Zeit Einsätze, bei denen die Aktiven mit gefährlichen Stoffen und Gütern konfrontiert werden, zu den wohl mit anspruchsvollsten im Feuerwehrdienst.

Besonnen vorgehen

Ob am Straßenrand illegal abgelagertes weißes Pulver, im Wald abgestellte Fässer, ob Unfälle mit Gefahrgut-Lastwagen im Straßenverkehr oder ausströmende giftige Gase und Dämpfe: Immer sind in diesen Fällen auch die Feuerwehren gefordert. Für sie gilt es, besonnen vorzugehen, was nur möglich ist, wenn sie entsprechend geschult sind. Zur Unterstützung der Wehren wird der von Kreisbrandmeister Alexander Graf (Ursensollen) geleitete Fachbereich Gefahrgut einbezogen. Der sechsköpfige Kader wird über Funkmeldeempfänger mit alarmiert und unterstützt die örtlichen Kräfte mit Fachwissen und Geräten.

Mehr Biogasanlagen

Vermehrt werden die Wehren auch zu Suizidversuchen durch Kohlenstoffmonoxid gerufen. Sie müssen verletzte Personen aus Gruben und Schächten retten, in denen giftige Gase wie Schwefelwasserstoff vorhanden sind. Die Zunahme an Biogasanlagen veranlassen viele Gemeinden mit Stützpunktwehren zur Anschaffung von sogenannten Gasmess- beziehungsweise Gaswarngeräten. Diese sind meist zum Messen von vier Parametern geeicht: Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff, Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft sowie für das Warnen vor explosionsfähiger Atmosphäre.
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