Neujahrsempfang in Sulzbach-Rosenberg
Integration gemeinsam meistern

Beim Neujahrsempfang der Stadt Sulzbach-Rosenberg versammelten sich rund 180 Gäste im historischen Rathaussaal. Bild: Steinbacher
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.01.2015
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Richtig familiären und freundschaftlichen Charakter hatte der Neujahrsempfang der Herzogstadt am Freitag. Bürgermeister Michael Göth sah das harmonische Miteinander als Zeichen einer positiven Stadtentwicklung. Dabei versäumte er aber auch nicht, auf anstehende Aufgaben hinzuweisen. Besonders die Flüchtlinge lagen ihm hier am Herzen.

Nach 17-jähriger Abstinenz sah der Große Historische Rathaussaal wieder einen Neujahrsempfang. Stadtoberhaupt Michael Göth knüpfte an die alte Tradition an und schüttelte mit seinen Stellvertretern Günter Koller und Hans-Jürgen Reitzenstein die Hände von gut 180 Besuchern.

Farbtupfer setzte dabei die Ehrenwache des Stiber-Fähnleins, die Sing- und Musikschule steuerte angenehme Klänge bei. Die meist bei solchen Anlässen vorherrschende steife Etikette suchte man aber vergeblich. Schon beim Eintritt in den Saal nach dem Bürgermeister-Defilee entwickelten sich unter den Gästen lockere Gespräche und freundlicher Austausch.

Vertreter der Kirchen, Vereine, Schulen, Banken, Sparkassen, der Wirtschaft, von Handel, Gewerbe und Gastronomie genossen die angenehme Atmosphäre. Nicht fehlen durften dabei auch die Bürgermeister der angrenzenden Kommunen, Vertreter der Stadtratsfraktionen und die Amtsleiter der Verwaltung. Sie alle zeigten ihre Verbundenheit.

Nur Silber, nicht Gold

Ob der Bürgermeister allerdings "Halsschmerzen" wegen der von ihm erst zum zweiten Mal getragenen Amtskette hatte, war Michael Göth nicht zu entlocken. Er verwies zu Beginn seiner Ausführungen aber launig darauf, dass dieses würdevolle Schmuckstück entsprechend der Haushaltslage nicht in Gold, sondern in Silber ausgeführt sei. "Sie befinden sich hier auch nicht auf einer Königsproklamation der Schützen. Sie sind schon auf der richtigen Veranstaltung", merkte Göth an.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Sulzbach-Rosenberg versammelten sich rund 180 Gäste im historischen Rathaussaal. Bilder: Wolfgang Steinbacher und Stephan Huber

In einem Rückblick reflektierte er wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres, kam aber sehr schnell zur Gegenwart, wo er zunächst für eine "Willkommenskultur" gegenüber den Flüchtlingen warb: "Je besser und unkomplizierter die Hilfsangebote sind, desto schneller und problemloser gelingt die Integration. Es gibt viele gelungene Beispiele, wenn alle Beteiligten das wollen. In Sulzbach-Rosenberg leben derzeit 68, darunter 13 unbegleitete Minderjährige, der insgesamt 398 Asylbewerber im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Die Vielfalt der Menschen und die Zuwanderung in einem weltoffenen Land und einer weltoffenen Stadt muss als Chance für die Zukunft begriffen werden. Hierfür bitte ich Sie alle um Unterstützung", warb Rathauschef Michael Göth bei seiner Rede.
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