Nie Menschlichkeit vergessen

Eitel Sonnenschein und Freude herrschte nach der bestandenen Prüfung bei der Zeugnisübergaben an die Absolventen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.10.2015
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"Ihr leistet hier jeden Tag wichtige und wertvolle Arbeit". Mit diesen Worten dankte der stellvertretende Vorstand des Kommunalunternehmens, Roland Ganzmann, den Pflegekräften und Praxisanleitern der Stationen, die die Schüler des St.-Anna-Krankenhauses auf das Examen vorbereitet hatten.

Einige Tage zuvor hatten 19 Schülerinnen und ein Schüler den mündlichen und damit letzten Teil ihrer Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Medizinaldirektorin Dr. Christine Endres-Akbari von der Regierung der Oberpfalz gab die Ergebnisse bekannt und gratulierte den neuen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Sie dankte dem Kommunalunternehmen als Träger der Schule für die Wertschätzung der Ausbildung der Nachwuchskräfte und die Schaffung der Rahmenbedingungen. Besonders hob Endres-Akbari die starke Außenwirkung der Klinik und die Anerkennung in der Bevölkerung hervor.

In Teams einbringen

Auch Dr. Klaus Nester, ärztlicher Direktor des Kommunalunternehmens, beglückwünschte die examinierten Pflegekräfte. Er dankte ihnen für ihren Einsatz auf den Stationen und für die vielen Rückmeldungen zur Verbesserung der praktischen Arbeit. Zugleich ermutigte er sie, sich Teams zu suchen, in denen sie sich wohlfühlen und einbringen können. Brigitte Wedemeyer, Oberin der Schwesternschaft Wallmenichhaus vom BRK in Amberg, war ebenfalls zur Abschlussfeier gekommen, um zu gratulieren. Sie wünschte alles Gute für den weiteren beruflichen Werdegang und bat, neben fachlicher Kompetenz nie die Menschlichkeit im Umgang mit den Patienten zu vergessen.

Über 200 Gäste

Um den Abschluss mit den Absolventen gebührend zu feiern, hatten sich über 200 Gäste im Saal des Gasthauses Zum Wulfen in Kauerhof eingefunden. Neben seinem Lob an die Ausbilder überbrachte Ganzmann auch Glückwünsche zum bestandenen Examen im Namen von Vorstand Klaus Emmerich.

Das Ende der Ausbildung bedeute neben dem Erfolg auch das Ende dreier gemeinsamer Jahre, in denen vielfältige prägende Erfahrungen gesammelt worden seien. In dieser Zeit hätten die neuen Fachkräfte starke und gute Wurzeln entwickelt, die ihnen in den nächsten Jahren ausreichend Halt und Sicherheit geben können. Ganzmann ermutigte sie, entschieden an ihren Idealen festzuhalten und sich für die richtigen Werte zu engagieren. Landrat Richard Reisinger schloss sich als Vorsitzender des Verwaltungsrates den Glückwünschen an. Auch er beobachte im Laufe der Ausbildung regelmäßig, wie sich die Schüler von eher schüchternen Anfängern zu selbstbewussten Pflegekräften entwickeln.

Größtes Vertrauen

Für die Stadt gratulierte Bürgermeister Michael Göth. Die neuen Gesundheits- und Krankenpfleger hätten einen Beruf erlernt, der in der Gesellschaft größtes Vertrauen genieße. Er bedankte sich bei allen an der Ausbildung Beteiligten für ihr Engagement.

Getreu dem Motto "Musik und Tanz" hatten die Schüler der Klasse O 13 eine professionelle Licht- und Musikanlage im Saal installiert. Ebenso lagen die Dekoration und Moderation des Abends fest in Händen der Schüler. Zum Übergang in den gemütlichen Teil sahen die Gäste zunächst einen selbst produzierten Kurzfilm über St. Anna. Das gesamte Schulteam ließ danach anhand mehrerer Musikdarbietungen mit neuen Textinterpretationen sowie einer Bildershow die drei Ausbildungsjahre und insbesondere die Prüfungszeit Revue passieren.

Zur Zeugnisübergabe baten Klassen- und Schulleiter jeden einzelnen Schüler unter dem Applaus der Gäste auf die Bühne. Hierbei wurden auch die vier Besten geehrt: Tanja Haberberger kann einen Notendurchschnitt von 1,0 vorweisen, Lisa Schertl, Stefanie Byrd und Jonas George jeweils die Note 1,3. Außerdem erhielten sieben Absolventen den Staatspreis der Regierung der Oberpfalz, da sie das dritte Ausbildungsjahr mit "sehr gut" als Gesamtdurchschnitt gemeistert hatten.

Schließlich überraschten die Schüler mit einem eigens einstudierten Tanz, bei dem sowohl einige Pflegeutensilien als auch unterschiedliche Kostüme zum Einsatz kamen, bevor die Gäste sich am Büfett bedienten.
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