Noch bis zum Sommer warten

Pfarrer Saju Thomas an der Stelle (rechts), an der früher der Schaltkasten hing. Dort war das Feuer ausgebrochen. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.03.2015
3
0

Die Pfarrgemeinde Herz Jesu Rosenberg war schockiert: In den Nachtstunden des 9. Dezember brach ein Brand im Thekenbereich des Kettelerhauses aus. Dessen Folgen machen die Nutzung der "guten Stube" der Pfarrei auf unbestimmte Zeit unmöglich. Mittlerweile läuft die Sanierung auf Hochtouren. Pfarrer Saju Thomas zog Zwischenbilanz und wagte einen Blick in die Zukunft.

Im Pfarrhof von Herz Jesu steht der Espresso auf dem Tisch, Ordner und Pläne liegen bereit. Pfarrer Saju gibt gerne Auskunft zum gegenwärtigen Stand der Renovierungsarbeiten. Trotz der massiven Schäden und die dadurch entstandenen Kosten - zum Teil auch für die Ersatzbeschaffung - sieht der Geistliche optimistisch nach vorne. Was noch erschwerend dazu kam, war die Tatsache, dass der Ketteler-Saal erst wenige Tage vor dem Feuer frisch renoviert worden war, eine neue Bestuhlung mit Polster-Sitzflächen stand bereit und Teile eines neuen Bühnenvorhangs hingen schon. Dies alles beeinträchtigten Rauch und Ruß ganz enorm.

Nur Porzellan übrig

"Es gab massive Schäden im Thekenbereich und in der Küche. Im Prinzip ist dort alles bis auf Porzellangeschirr zerstört worden. Aktuell muss nun eine Brandschutzdecke wegen der darüber befindlichen Wohnung eingezogen werden", berichtet Saju. Die Gesamtkosten - mit der Brandversicherung bestehe Konsens - beziffert er vorsichtig auf rund 350 000 Euro.

Für die ganze Kirchengemeinde, aber auch für Vereine, Verbände, die Bauernbühne der Kolpingfamilie und für Privatpersonen fällt mit dem großen Saal ein wichtiger Raum über mehrere Monate weg. Sie alle mussten umdenken, gebuchte Veranstaltungen absagen, pausieren oder die Termine über mehrere Monate verschieben. Während die Gruppen der Pfarrei Herz Jesu auch Platz für ihre Veranstaltungen im Pfarrsaal und in den Gruppenzimmern finden, sind größere Veranstaltungen voraussichtlich bis Juli nicht möglich.

Dies bedeutet auch extreme Einbußen für die Wirtsfamilie Prasser. Dennoch ist der Rosenberger Seelsorger mit dem Fortschritt der Renovierung und Umgestaltung durchaus zufrieden: "Die Regensburger Firma Ernst Baumeister als Sanierer sowie die beteiligten örtlichen Firmen arbeiten sehr professionell und gut zusammen. Auch von der Stadt, speziell von Bürgermeister Michael Göth, kommt jegliche Unterstützung. Ganz besonders möchte ich auch unserer Kirchenverwaltung und -pflegerin Brigitte Heller danken, die diese schwierige Aufgabe vorbildlich stemmen."

Ohne Barrieren

Obwohl es ganz sicher Hochsommer werden wird, bis im Kettelerhaus wieder Normalität einkehrt, freut sich Pfarrer Saju Thomas auf die Zukunft. Denn bis dahin werden auch der Eingangsbereich im Kettelerhaus barrierefrei umgestaltet sowie ein behindertengerechtes WC und eine Kneipp-Anlage für den Kindergarten eingebaut sein. Dann ist auch wieder die Gaststätte offen - ein Espresso inklusive.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.