Nur beim Transport Probleme

Zu einem Gespräch im Landratsamt trafen sich Vertreter des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) mit Landrat Richard Reisinger (Sechster von rechts) und Abteilungsleitern der Behörde. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.05.2015
3
0

Fünf Übergangsklassen, in denen die Kinder von Asylbewerbern unterrichtet werden, existieren in der Region. Probleme gibt es nur beim Transport der Kinder an die Schulen. Doch eine Lösung kommt in Sicht.

Die Problematik der schulpflichtigen Kinder von Asylbewerbern stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde, zu der sich die Vorsitzenden der BLLV-Kreisverbände im Landkreis und in Amberg mit Landrat Richard Reisinger trafen. Auch Schulamtsdirektor Peter Junge und die Leiter verschiedener Abteilungen der Behörde nahmen teil.

Dezentrale Unterbringung

Reisinger ging laut Pressemitteilung auf die Asylbewerber ein. Mittlerweile seien über 500 im Landkreis untergebracht, die meisten dezentral. Hinsichtlich des Schulbesuchs sei dies teilweise mit Transportproblemen zu den Übergangsklassen verbunden. In diesem Schuljahr gibt es eine Übergangsklasse für Grundschüler an der Barbaraschule in Amberg und zwei in Hahnbach. Für die Mittelschüler gibt es eine an der Luitpoldschule Amberg und eine an der Krötenseeschule Sulzbach-Rosenberg. Laut Aussage von Abteilungsleiter Dr. Norbert Vogl ist aber für die Transportprobleme im kommenden Schuljahr eine Lösung in Sicht. Schulamtsdirektor Peter Junge stellte eine weitere Übergangsklasse in Aussicht - wenn die Schülerzahlen weiter ansteigen.

Ein besonderes Problem in der Schule seien fehlende Dolmetscher, die kurzfristig in Notfällen zur Verfügung stehen. Jugendamtsleiter Thomas Schieder und Gertraud Mertel vom Ausländeramt verwiesen auf Organisationen, die diesbezüglich Hilfe anbieten. Georg Jobst vom Sozialamt erläuterte, welche Kosten für Schulbedarf für die Asylbewerber übernommen werden. Maria Schuller, Konrektorin der Luitpoldschule, die für die Beratung der Schulen in Migrations-Angelegenheiten zuständig ist, verwies auf zahlreiche Materialien, die für "Deutsch als Zweitsprache" angeschafft wurden, und bot den Lehrern ihre Hilfe an.

Frühzeitig Amt einschalten

Ein weiterer Punkt waren rechtliche Probleme in schulischen Angelegenheiten, mit denen sich die zuständige Juristin im Landratsamt, Andrea Herrmann, befasste. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören die Behandlung von Einwendungen gegen Zeugnisse, Widersprüche gegen Gastschulanträge oder Zuweisungen an andere Schulen. Die Lehrer sollten bei Problemen frühzeitig das Schulamt einschalten.

Außer in Schnaittenbach sind an allen Mittelschulen im Landkreis Jugendsozialarbeiter tätig, für die sich ein breites Betätigungsfeld ergibt. Jugendamtsleiter Thomas Schieder versicherte den Pädagogen, in Notfällen sei immer ein Ansprechpartner im Amt zu erreichen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.