Nur noch an Knorr gedacht

Bürgermeister Michael Göth vor den ausverkauften Rängen im Schlosshof.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.07.2015
1
0

Ein tiefgründiges Stück in bunten Farben und mit viel Spielwitz dargeboten, ein (zumindest am Anfang) warmer Sommerabend, eine traumhafte Kulisse. Das waren die Zutaten für einen wunderschönen Theaterabend im Schlosshof.

Bevor "Die Vermählung Christi mit der Seele oder Glück und Liebe auf Mallorca" gespielt wurde, trafen sich die vielen Besucher im Rosengarten des Schlosses und stimmten sich mit einer erlesenen Rosenbowle auf die Festspiele ein. Die Zuschauer kamen nicht nur aus der Stadt und dem Landkreis, einige Theaterfreunde waren von weither angereist.

Schloss im roten Licht

Auch in der Pause herrschte am Ausschank vor dem Salettl Hochbetrieb. Die Besucher, darunter auch fast der ganze Stadtrat, Vertreter der Schulen und der Wirtschaft sowie die Sponsoren, genossen zauberhafte Atmosphäre, als die sinkende Sonne Stadt und Schloss in rotes Licht tauchte. Dann wurde es langsam kalt, so dass die meisten Besucher nach dem Schlussapplaus und dem gemeinsam gesungenen "Morgenglanz der Ewigkeit", der inoffiziellen Stadthymne, ins Warme strebten.

Im kühlen Rosengarten trafen sich jetzt nur noch die größten Fans und tauschten sich über die Botschaft des Stückes aus, dass Glückseligkeit schon auf Erden zu erlangen ist. Als die Akteure aus der Garderobe kamen, feierten sie mit ihnen gemeinsam die gelungene Premiere. Rosmarie Zeller, die Vorsitzende der Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft, war aus Basel zur Premiere angereist. Die Festspiele passen sehr gut zum Thema der diesjährigen Tagung der Gesellschaft, die sich mit dem Theater in der frühen Neuzeit beschäftigte.

Lob des Kollegen

Sehr schnell fand auch Stephan Brunner Kontakt zu den Akteuren. Bei den Festspielen vor fünf Jahren stand er als Hauptdarsteller auf der Bühne und freute sich wiederzukommen, weil er damals viele Freundschaften geknüpft hat. Die Inszenierung hat ihm gefallen: "Alle Mitwirkenden, die Schauspieler, Sänger und Musiker, waren sehr gut." Es sei schwer, sagte der Fachmann, ohne Bühnenbild zu spielen, und lobte: "Respekt, das war großartig."

Für Brunner liegt die besondere Kunst von Michael Ritz darin, ganz unterschiedliche Mitwirkende zu einem stimmigen Ganzen zusammenzubringen. Dadurch entstehe im Ensemble eine tolle Atmosphäre und auf der Bühne eine besondere Wirkung. Er schloss: "Ich freue mich auf die nächsten Festspiele. Vielleicht kann ich ja dann auch wieder mitspielen!" Auch die Schauspieler ließen den Abend ausklingen. Langsam fiel die Anspannung auch von den jüngsten Akteuren ab.

Die elfjährige Lea Hüther, die den Cupido spielt, erzählte, dass die Mitarbeit bei den Festspielen sehr anstrengend und zeitintensiv ist. Obwohl sie nur ein einziges Wort sagt, hat sie so viel geprobt, dass sie auch in der Schule nur noch an Knorr gedacht und sogar Zeichnungen zum Stück in ihr Matheheft gekritzelt hat! Jetzt freut sie sich auf die nächsten Vorstellungen.

Drei Vorstellungen

"Die Vermählung Christi mit der Seele oder Glück und Liebe auf Mallorca" wird am 17., 18. und 19. Juli jeweils um 20 Uhr im Schlosshof aufgeführt. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info im Rathaus sowie bei den Buchhandlungen Dorner und Volkert, außerdem an der Abendkasse. (Zum Thema/Seite 37)

___

Bildergalerie im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/rosenroth2015
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.