Nur noch wenige wollen

An der fehlenden Bande sollte es nicht liegen, dass die meisten Vereine keine Lust auf Futsal haben - meint jedenfalls Bezirksspielleiter Thomas Graml. Bild: Ziegler
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.12.2014
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"Mir schwillt der Kamm", sagt Thomas Graml. Der Fußball-Bezirksspieleiter empört sich darüber, dass die Bezirksligisten, "die Aushängeschilder des Kreises, sich nirgendwo mehr blicken lassen" und die Vorrunde der Kreismeisterschaft meiden. "Ein ernstes Wörtchen in der Winterpause" ist angesagt, droht Graml.

In den Gruppen 4 bis 6 ermitteln 15 Mannschaften am Sonntag, 14. Dezember, in der Krötenseehalle in Sulzbach-Rosenberg ihre drei Gruppensieger im "Hallenfußball nach Fifa-Regeln", wie der Bayerische Fußball-Verband Futsal umschreibt ( siehe Zeitplan ).

Die drei Gruppensieger dürfen zur Zwischenrunde in die Dreifachhalle nach Vohenstrauß (4. Januar). Unterstützt wird die Meisterschaft von der Conrad-Sportförderung, die durch Geschäftsführer Günter Simmerl Geldpreise zur Verfügung stellt.

Vorwiegend aus dem Raum Amberg-Sulzbach kommen die Teilnehmer der drei anstehenden Vorrundengruppen, dazu einige Vereine aus dem Teilkreis Weiden, wie der VfB Mantel, der FC Luhe-Markt, der SC Luhe-Wildenau, Concordia Hütten und der SC Eschenbach. Das Feld der 15 Teams erstreckt sich bis zur B-Klasse, aus der der ESV Amberg eine Mannschaft ins Rennen schickt.

Sechs Kreisligisten sind mit von der Partie, der SC Luhe-Wildenau ist der einzige Bezirksligist, der teilnimmt - und das bringt den Bezirksspielleiter auf die Palme. "Ich kann mir beim besten Willen keinen Grund vorstellen, warum von den anderen Bezirksligisten keiner teilnimmt. Ein anderer Ball und keine Bande - das kann's nicht sein", erregt sich Thomas Graml. "Die Vereine tun so, als ob sie schon 60 Jahre mit Bande gespielt hätten. Die sollten mal überlegen, wann die erste Bande eingeführt wurde. Das ist noch gar nicht so lange her."

Nur 46 der 121 Herrenmannschaften hatten für die Hallenkreismeisterschaft gemeldet - ein Minusrekord. "Der Verband gibt sich so viel Mühe, und dann machen die Vereine einen auf lustlos", ärgert sich Graml über das Fernbleiben des Großteils der Vereine. Seine Schlussfolgerung: "Wenn sie keinen Wettbewerb mehr wollen, dann organisieren wir keinen mehr." Eine Vermutung hat er, warum die Lust auf Halle gering ist: "Man sollte mal hinterfragen, ob sich nicht die Vereine von den Trainern das aufdiktieren lassen, dass sie nicht mehr kommen."

Ein Vorwurf, den Christof Schwendner, Trainer des Bezirksligisten DJK Ensdorf so nicht stehen lasen will: "Die Runde war sehr lang. Wir haben bis 30. November gespielt. Die Spieler brauchen einfach eine Pause." Nach der Punkterunde gleich in die Halle - das gehe nicht: "Die Pause ist uns wichtiger." Und ohne Training in der Halle kein Hallenfußball - so seine Devise. Das Verletzungsrisiko sei sonst zu groß. "Wir haben da in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gemacht", sagt Schwendner.

In diesem Jahr gibt es noch Wettbewerbe, und der Weg zum letzten in der Futsal-Reihe ist weit. Am Ende steht die bayerische Meisterschaft in Amberg. Gruppenspiele, Zwischenrunde, Endrunde, Bezirksmeisterschaft - und dann das Finale in der triMAX-Halle am 24. Januar 2015.
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