Nutzung klar: In vier Jahren wird eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert
Energie vom Schlackenberg

Über die künftige Nutzung des Schlackenberges (im Bild die Südwest-Terrassen) wird schon lange diskutiert. Jetzt ist es offiziell: Dort soll in vier Jahren eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert werden. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.10.2014
7
0

Es gab lange Diskussionen über die Nutzung des Schlackenberges. Nun bestätigten mehrere Seiten, dass es einen Vertrag zwischen der Immobilien Freistaat Bayern und einem Investor gibt. Die Sonne ist jedenfalls auch daran beteiligt.

Der Schlackenberg ist in der Herzogstadt ein Dauerthema. Bei den Bürgern und den Politikern. Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD) hatte wegen der Planungen bei Umweltminister Marcel Huber nachgefragt (wir berichteten) und zur Antwort erhalten: "Zur Installation einer Photovoltaik-Anlage wurde am 29. Juli von der Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) und einem Investor eine vertragliche Vereinbarung getroffen."

Baubeginn in vier Jahren

Auch CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz verkündete Anfang Oktober: "Nach vielen Gerüchten und Spekulationen erhielt ich von der Staatsregierung die verbindliche Auskunft, dass nach bereits erfolgter Ausschreibung der Vertrag zur Errichtung der PV-Anlage auf dem Schlackenberg zwischen dem Freistaat Bayern und einem Investor geschlossen wurde."

Was die beiden Politiker der Öffentlichkeit kund taten, stimmt. IMBY bestätigte in einem Schreiben an unsere Zeitung, dass es zu einem Vertragsschluss Ende Juli kam. Um wen es sich bei dem Investor handelt, wollte der stellvertretende Geschäftsführer Ludwig Weichselbaumer aber nicht preisgeben: "Wir bitten um Verständnis, dass wir grundsätzlich den Namen unserer Vertragspartner nicht veröffentlichen."

Auch was die Kosten betrifft, könne nur der Investor Auskunft geben. IMBY rechne mit einem Baubeginn nicht vor August 2018, mit der Fertigstellung dann etwa ein Jahr später. Über Leistungsfähigkeit und Größe der Anlage liegen der IMBY laut Weichselbaumer nur die Angaben aus den Vorplanungen beziehungsweise aus dem Angebot vor: "Danach ist auf einem Flächenvolumen von fünf Hektar die Nutzung für Photovoltaik möglich. Die hieraus resultierende Leistungsfähigkeit wird auf circa 4000 kWp geschätzt." Nach statistischen Durchschnittsangaben könnten damit rund 1000 Haushalte versorgt werden. Genaueres kann auch die Regierung der Oberpfalz nicht mitteilen. Dr. Rudolf Gerber verriet: "Es gibt noch keine Detailplanung." Der Vertrag, an dem die Regierung beteiligt gewesen sei, regle nicht die baurechtlichen Geschichten. Aus deponietechnischer Sicht müsse nämlich einiges beachtet werden. Zum Beispiel dürfen vorhandene Folien nicht beschädigt werden.

Auch touristische Nutzung

Dr. Gerber betonte, dass die Regierung als Deponieverantwortliche alle Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage geschaffen habe. "Was die energetische Nutzung des Schlackenbergs betrifft, haben wir unsere Hausaufgabe gemacht", erklärte Dr. Gerber.

Was die "sanfte touristische Nutzung" angehe, habe die Regierung auch geleistet, was möglich sei. Dr. Gerber verwies auf die jährlich 20 bis 30 Führungen. Nur im Winter seien solche nicht möglich, weil man das Unfallrisiko witterungsbedingt nicht eingehen könne.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.