Ochos mit Sandwich

Andreas Fischer (Zweiter von rechts) zeigte zusammen mit seiner Frau Kathrin, wie das Bewegungselement "ocho", die liegende Acht, funktioniert. Für den Tango Argentino hatte sich die argentinische Oberschicht einst geschämt. Heute sind die Menschen des südamerikanischen Landes sehr stolz darauf, denn der Tanz gehört zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Bild: aja
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.04.2015
10
0

Die liegende Acht, abgeleitet vom spanischen Wort "ocho", ist ein ganz besonderes Bewegungselement beim Tango Argentino.

Mit einem Sandwich wird daraus ein echter Augenschmaus. Doch was ist das und wie macht man das? Dafür waren Kathrin und Andreas Fischer vom Tango Amberg im Capitol zu Gast.

Die freie Art

Die Profis boten Interessierten die Möglichkeit, den Tanz etwas zu erlernen. Die Tänzer fasziniere vor allem die freie Art des Tango Argentino. "Es gibt kein festgelegtes Tempo, auch die Anzahl der Schrittfolge ist frei wählbar", erklärte Kathrin Fischer.

Ihr Mann Andreas blickte zurück auf die Entstehung des Tanzes. Viele Immigranten, meist Männer, waren Ende des 19. Jahrhunderts mit Schiffen angereist. Sie spielten in gemischten Ensembles hauptsächlich Querflöte oder Gitarre.

So entstand eine Mischform aus deutscher, französischer, afrikanischer und italienischer Musik. Um 1900/10 gab es viele Amateure, die zu dieser Musik tanzten. Meist übten Männerpaare diesen überaus erotischen Tanz, damit sie abends die Frauen beeindrucken konnten. Deshalb verwundert es kaum, dass Argentinier auch die Frauenschritte perfekt beherrschen.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.