Öffentlich und doch privat

An der Lohestraße kümmert sich Alexander Gottfried um diesen öffentlichen Randstreifen entlang seines Grundstücks. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.05.2015
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Jeder will sich an seinem Wohnort wohlfühlen. Dazu muss das Umfeld stimmen. Meist sorgt die Kommune dafür. Aber auch die Bürger selbst haben die Möglichkeit, mitzugestalten. In der Herzogstadt kümmern sich zum Beispiel einige Menschen um öffentliche Flächen. Und sie erhalten Unterstützung.

Derartiges Engagement kommt natürlich bei der Kommune an. Hier speziell bei der Stadtgärtnerei, die sich über die Unterstützung durch die Bürger freut - und ihnen dafür dankt. Es sind zwar erst nur wenige Flächen, aber der Anfang ist wenigstens gemacht. Die Experten vom Erlheimer Weg stehen gerne beratend zur Seite, geben Ratschläge und Anleitungen.

Bessere Pflege

Gärtnermeister Klaus Herbst und sein Stellvertreter Richard Eagan sehen in dieser neuartigen Kooperation eine sehr gute Sache. "Generell können wir so eine bessere Pflege der Grünanlagen erreichen, wozu wir personell oft nicht in der Lage sind", schildern die Fachleute die bestehende Situation. In aller Regel kämen die Leute auf die Gärtner zu und fragen, ob auf bestimmten Flächen ihr Einsatz möglich ist.

"Die Anlieger haben den Anspruch, dass ihr Umfeld schöner als die Ist-Situation sein kann. Und sie zeigen natürlich auch Interesse am Garteln", erklärt Herbst. Bürger, die sich in ihrem Wohnumfeld ebenfalls auf öffentlichen Flächen engagieren möchten, dürfen sich gerne mit der Stadtgärtnerei am Erlheimer Weg 2, 09661/87 61 97-22, in Verbindung setzen. "Wir haben hier immer offene Ohren", merkt Richard Eagan an.

Dass die Hobby-Gartler ihre Sachen gut machen, zeigen verschiedene Bereiche im Stadtgebiet: Entlang der Lohestraße pflegt Alexander Gottfried einen Randstreifen, in der Dekan-Fenk-Straße kümmern sich drei Familien um verschiedene Flächen der Stadt und in Rosenberg an der Flei sorgt ein Nachbar für blühende Pflanzen.

Herbst und Eagan erinnern auch an die Mäharbeiten der Siedler am Feuerhof in der Glückaufstraße oder unter den sieben Eichen im gleichnamigen Stadtteil. Ein Projekt an der Allee soll noch zeitnah umgesetzt werden.

Von Fall zu Fall

Die Gärtner entscheiden von Fall zu Fall, was die Öffentlichkeit machen kann. "Manchmal leisten wir Vorarbeit, manchmal reichen Tipps. Andererseits ist auch nicht jedes Gelände geeignet, da müssen wir dann abraten. Und oft lässt auch der Straßenverkehr solche Privatarbeiten wegen der Gefahren nicht zu."
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