Ohne Rücksicht auf die Freizeit

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.03.2015
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In Notsituationen beherzt einzugreifen, das haben sich Sanitäter der Bereitschaft des Roten Kreuzes auf ihre Fahnen geschrieben. Eindrucksvolle Bilanzen belegen ihre Arbeit. Tag und Nacht läuft ihr wertvoller Dienst. Und schon bald wartet eine wirklich große Herausforderung auf die Helfer

Bereitschaftsleiter Erwin Gräml berichtete bei der Hauptversammlung von insgesamt 28 000 ehrenamtlich geleisteten Stunden im Jahr 2014. Eine bemerkenswerte Leistung, die 85 aktive Helfer von rund 114 Mitgliedern in ihrer Freizeit erbrachten.

Taktischer Leiter Stefan Walter legte eine differenzierte Aufstellung der Stunden anhand der Spartenzuteilung vor. Neben dem Bereich Rettungsdienst, in dem ein großer Teil der ehrenamtlichen Stunden anfällt, hob Walter in seiner Präsentation die Sparte der Sanitätsdienste hervor. Abschließend überreichte er den Bereitschaftsmitgliedern mit hoher Stundenzahl bei den Sicherheitsabstellungen ein kleines Präsent.

Neben einem kurzen Jahresrückblick stellte er auch die Planung für das kommende Jahr vor. Als eine der aufwendigsten und zugleich interessantesten Aufgaben für die BRK-Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg 2015 nannte Walter die Teilnahme am G7-Gipfel in Elmau. Hierbei sei man nicht nur auf das Engagement der Mitarbeiter, sondern auch auf das Entgegenkommen der Arbeitgeber angewiesen.

Einsatz für Behinderte

Erwin Gräml legte im Anschluss die Bilanzen weiterer Sparten der BRK-Bereitschaft vor. Großes Lob sprach er der Leiterin der Behinderten- und Seniorenarbeit, Gabriele Gertler, aus, die sich mit viel Herz um die Teilnehmer ihrer Treffen kümmert.

Es sei einfach wunderbar, zwischendurch mal raus zu kommen und Zeit gemeinsam verbringen zu dürfen, so die Resonanz derer, die monatlich und unentgeltlich von einem Fahrdienst zu den Treffen und Ausflügen begleitet wurden. Mit diesem Angebot ist das BRK in Sulzbach-Rosenberg einzigartig und freut sich, diesen Bereich auch in der Zukunft beibehalten zu können.

Des Weiteren stellte er die Standorte der 20 AED (automatischer externer Defibrillator) vor. Diese sind landkreisweit verfügbar und kommen bei Laien-Reanimationen zum Einsatz. Die Bereitschaft sorgt für die Wartung und Instandhaltung der Defibrillatoren.

An acht Blutspendeterminen spendeten rund 1132 potenzielle Lebensretter im BRK-Rettungszentrum ihr wertvolles Blut. Helfer der Bereitschaft unterstützten unter der Leitung von F.. Weitzer Spender und Pflegekräfte mit Brotzeit.

Im Rettungsdienst erhielten die 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter wieder die Möglichkeit, an den offiziellen Rettungsdienst-Aus- und Fortbildungen der hauptamtlich Beschäftigten teilzunehmen. Schwerpunkt 2014 waren die Sicherung der Atemwege und der Umgang mit neuem Beatmungsgerät. Auf den Rettungswagen, Krankentransportern und dem Notarzt-Einsatzfahrzeug leisteten sie rund 8148 Stunden.

Engagement gelobt

Auch stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Bürgermeister Michael Göth und BRK-Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein wandten sich mit einem Grußwort an die Mitglieder der Bereitschaft und lobten deren Tätigkeit und ihr unermüdliches Wirken im Dienst der Öffentlichkeit.

Ein besonderer Willkommensgruß galt auch BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich sowie dem taktischen Leiter der Kreisbereitschaftsleitung, Bernd Lödel.
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