Ohne Verjüngung droht Gefahr

Zahlreiche Jubilare wurden von Landtagsabgeordnetem Reinhold Strobl, Bürgermeister Michael Göth sowie den Vorsitzenden, Hans-Jürgen Haas (Zweiter von rechts) und Thomas Herold (Vierter von rechts), für 25-jährige Mitgliedsschaft geehrt. Im Mittelpunkten standen Helmut Aures und Stefan Kummer (Dritter und Zweiter von rechts), die die Auszeichnung für 50- beziehungsweise 40-jährige Treue zum AKV entgegennehmen konnten. Bilder: Fenk (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.01.2015
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Um Nachwuchs zu gewinnen, muss jeder Verein attraktiv sein. So bot der Arbeiterkameradschaftsverein (AKV) eine Plattenparty an, die aber nur bis 22 Uhr dauern durfte - begleitet von Misstönen, denn: Beim Veranstalter fragt man sich indes, ob die Genehmigungsbehörde bei solchen Veranstaltungen nicht zweierlei Maß anlegt.

Einerseits wurden 2014 die vielfältigen Aktivitäten beibehalten, andererseits gelang es dem AKV erstmalig nicht, Abgänge und Sterbefälle durch Neueintritte auszugleichen. Hier gelte es mit verstärkter Mitgliedergewinnung und neuen Aktionen entgegenzusteuern, forderte bei der Jahresversammlung im Gasthof Heldrich in Forsthof der wiedergewählte Vorsitzende Hans-Jürgen Haas.

Dennoch eine Zukunft

Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl ließ in seinem Rückblick die Höhepunkte des Vereins seit dessen Gründung Revue passieren. Auch wenn der Mitgliederstand hauptsächlich wegen der Todesfälle in den letzten Jahren leicht rückläufig sei, beweise das vielfältige Engagement, dass die Arbeiterkameraden eine Zukunft haben, prognostizierte Bürgermeister Michael Göth.

Vor düsteren Wolken

Wenn es nicht gelinge, künftig neues und jüngeres Personal bei Festen einzubinden, sei zu befürchten, dass diese früher oder später vor dem Aus stünden, merkte Haas zu Beginn des Rechenschaftsberichtes kritisch an. Ohne Verjüngung und neuere Aktionen bestehe die Gefahr, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren für das Schiff AKV düstere Wolken aufziehen.

Ein positiver Ansatz könnte der 2014 erstmals gestartete Stammtisch für Mitglieder aus Amberg und Umgebung werden. Zu begrüßen wäre, wenn es neben den regelmäßigen monatlichen Treffen auch eigenständige Aktionen wie Wanderungen und Fahrten geben würde.

Eine weitere Überlegung wäre, nach diesem Muster in Sulzbach-Rosenberg einen Stammtisch für junge Familien zu gründen, um den Zusammenhalt mit dem AKV zu stärken. Mit großem Engagement sei während des Osterbrunnenfestes eine Plattenparty für Jugendliche veranstaltet worden.

Aus unterschiedlichen Gründen, vor allem jedoch wegen der Haltung der Genehmigungsbehörde, die wegen eines beschwerdeführenden Nachbarn am Festgelände die Sperrzeit auf 22 Uhr festlegte, sei dieser Versuch, den AKV nach außen interessanter zu machen, nicht von Erfolg gekrönt gewesen, bedauerte der Vorsitzende. "Wird hier von der Stadt Sulzbach-Rosenberg bei Musikveranstaltungen mit zweierlei Maß gemessen?", lautete die Frage. Trotz mancher Widrigkeiten habe der AKV 2014 Beachtliches geleistet, betonte Hans-Jürgen Haas. So überreichte er der Amberger Tafel und den örtlichen Kindergärten An der Point und Guter Hirte Spenden. Der Faschingsball, Wanderungen und Reisen, der Besuch des Annabergfestes, die Weihnachtsfeier und die Teilnahme an Veranstaltungen befreundeter Vereine gehörten ebenfalls zum Repertoire.

Höhepunkt sei erneut das Osterbrunnenfest gewesen, bei dem viele fleißige Hände am Werk waren. Bleibe zu hoffen, dass auch in den nächsten Jahren möglichst viele Mitglieder tatkräftig mithelfen, appellierte der Vorsitzende.

Erhöhung beschlossen

Die Berichte von Wanderwart Erwin Rösel, Reiseleiterin Roswitha Fuchs, Kassier Alfred Horst, Kassenprüfer Jürgen Barnutz und die Entlastung des Vorstands vervollständigten vor der Verabschiedung ausgeschiedener Vorstandsmitglieder, den Neuwahlen und der Jubilarehrung die Regularien. Neben Satzungsänderungen wurde die Anhebung des Jahresbeitrags ab 1. Januar 2016 von fünf auf sieben Euro beschlossen.
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