Orgelwanderung bis nach Götzendorf mit dem Kantor
Mit anderen Ohren

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.06.2015
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Von Illschwang durchs Pürschläger Trockental bis nach Götzendorf führte eine Wanderung mit Dekanatskantor Gerd Hennecke. Die Schönheiten der Natur waren es aber nicht, die im Mittelpunkt des Interesses standen, sondern die Orgeln in den Kirchen.

Die fast 20 Orgel- und Wanderfreunde sahen und hörten vor allem die Orgeln in den Simultankirchen St. Veit in Illschwang und St. Magdalena in Götzendorf, außerdem in St. Nikolaus in Ammerthal. Für jede der Orgeln hatte der Kantor und Wanderführer Musikbeispiele ausgesucht, die die individuellen Klangfarben der Instrumente besonders gut zur Geltung brachten.

In Ammerthal erlebten die Wanderer Johann Sebastian Bachs "Toccata und Fuga d-moll" auf der modernen Orgel von 2004. Sie ist ein qualitätvoller Neubau der renommierten Firma Hubert Sandner mit 22 Registern und zwei Manualen. Hennecke stellte die einzelnen Register vor. So konnte die Gruppe den weichen Ton des Registers "Gedackt 8'" ebenso bewusst genießen wie das dunkle Brummen des "Fagotts 16'". Bei Marcel Duprés "Entrée, Canzona und Sortie" erlebten sie dann den Zusammenklang in voller Schönheit.

Obwohl es zwischendurch heftig regnete, waren die Orgelfreunde begeistert, denn sie hatten ein wichtiges, wenn auch häufig übersehenes Stück der regionalen Kultur- und Kirchengeschichte mit fachkundiger Führung erlebt. "Henneckes Wissen über Orgeln ist schier unerschöpflich", fasste eine Teilnehmerin aus Bayreuth zusammen, "ich habe viel gelernt und werde Orgeln in Zukunft mit anderen Ohren hören."
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