Ortskartell voller Lebensfreude

Neuwahlen standen beim DGB-Ortskartell auf der Tagesordnung. Den Vorstand bilden in den nächsten vier Jahren (stehend, von links) Dieter Schlosser, die stellvertretende Vorsitzende Petra Schilling, Vorsitzender Wolfgang Berndt, Horst Dreger, Christa Mertel und Manfred Schwinger sowie (sitzend, von links) Herbert Hartmann, Adolf Schatz, Emilie Stief, DGB-Regionssekretär Peter Hofmann und Günther Wedel. Bild: bmr
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.09.2014
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An der Spitze des DGB-Ortskartells bleiben der Vorsitzende Wolfgang Berndt und seine Stellvertreterin Petra Schilling. Das ergaben die Neuwahlen in einer Mitgliederversammlung im Restaurant Am Sportpark. Voraus ging ein Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen vier Jahre.

"Das Ortskartell lebt!", stellte DGB-Regionssekretär Peter Hofmann fest. Meistens bereiteten diese Gremien nur noch die Kundgebung am 1. Mai vor. In Sulzbach-Rosenberg nehme sich das Ortskartell noch vieler anderer Themen an. Davon habe er sich in seinen zweieinhalb Jahren als Regionssekretär überzeugen können.

"Nach der Organisationsreform des DGB wurde teilweise die Befürchtung geäußert, dass sie das Ende der Ortskartelle bedeuten werde", blendete der Vorsitzende Wolfgang Berndt zurück. "Doch das ist nicht der Fall gewesen, zumindest nicht in Sulzbach-Rosenberg", schickte er seinem Tätigkeitsbericht voraus.

Gegen Drohnen

Darin erwähnte er Veranstaltungen zu den Themen Rente, "Keine Drohnen in der Oberpfalz" oder der Erste Weltkrieg aus der Sicht der Gewerkschaften. Zur Bürgermeisterwahl 2012 holte das DGB-Ortskartell die Kandidaten zu einer Podiumsdiskussion zusammen. Neben einem eigenen Infostand, an dem die Gewerkschafter für das Volksbegehren gegen Studiengebühren warben, standen Aktionen zum Internationalen Frauentag oder die Beteiligung an Diskussionen und Ausstellungen. Ein wesentlicher Teil des Engagements galt den Maifeiern und der Herausgabe einer "Mai-Zeitung".

Als "legitim und gerechtfertigt" bezeichnete Berndt die Forderung, die Patenschaft der Stadt mit einem Minenjagdboot der Bundesmarine zu beenden. Erhoben hatte sie der Betriebsratsvorsitzende des Rohrwerks, Karl-Heinz König, am Antikriegstag. Es gäbe eine Reihe von zivilen Einrichtungen, für die sich die Stadt in einer Patenschaft einsetzen könne. "Außerdem heißt es nicht, dass nach einem Ende dieser Patenschaft Matrosen in Sulzbach-Rosenberg als Gäste nicht willkommen sind", fügte Berndt hinzu.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Vorstoß des DGB-Ortskartells vor einigen Jahren, das Friedrich-Flick-Stadion umzubenennen. Das sei erst lautstark kritisiert, aber später dann umgesetzt worden. "Zwar ist der neue Name des Stadions des TuS Rosenberg nicht das Gelbe vom Ei, aber es zeigt doch, dass Veränderung möglich ist. Warum soll dies nicht auch für die Patenschaft mit einer militärischen Einrichtung gelten?", fragte Wolfgang Berndt.
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