Ortstermin in Seidersberg mit der FDP/FWS-Fraktion - Dringlichkeitsantrag im Stadtrat ...
Kein Nachgeben beim Bushäuschen

Große und kleine Bürger von Seidersberg zeigten 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein (Mitte), Stadtrat Karl-Heinz Kreiner (Fünfter von links) und dem FDP-Ortsvorsitzenden Achim Groth (Zweiter von rechts), dass hier ein Bushäuschen dringend nötig ist. Claus Pilhofer (Dritter von links) würde den nötigen Grund dafür kostenlos zur Verfügung stellen. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.08.2015
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"Es geht uns um die Kinder!", erklärte Hans-Jürgen Reitzenstein beim Ortstermin der FDP/FWS-Fraktion in Seidersberg. Die Bürger dieses Ortsteils waren auf den 3. Bürgermeister zugekommen, weil an der Bushaltestelle ein Wartehäuschen fehlt.

Damit könnten die Kinder, die morgens auf den Schulbus warten, aber natürlich auch alle anderen Nutzer der Stadtbuslinie vor Wetterauswirkungen, vor allem aber vor dem Verkehr, geschützt werden.
Wie Timmo Bayer, Landwirt in Seidersberg und Vater kleiner Kinder, erläuterte, gibt es durch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge viel Schwerlastverkehr zwischen Seidersberg, Großenfalz und der Stadt.

Reitzenstein berichtete, dass die Seidersberger ihn im Herbst 2014 auf die gefährliche Situation angesprochen hätten. Er habe deshalb im Oktober im Stadtrat den Antrag gestellt, dort eine Buswartehalle zu errichten. Daraufhin habe der Stadtrat beschlossen, eine Bestandsaufnahme der Einstiegszahlen aller Bushaltestellen im Stadtgebiet zu machen und danach eine Prioritätenliste für den Neubau von Wartehäuschen aufzustellen.

"Die FDP/FWS-Fraktion hat sich dagegen ausgesprochen", erinnerte Reitzenstein, "weil man eine solche Liste nicht nur aufgrund der Einstiegszahlen machen kann. Die Sicherheit der Kinder ist mindestens genauso wichtig."

Inzwischen liegt die Liste vor. Seidersberg steht an Position elf der Haltestellen ohne Wartehalle. Im Juli hat der Stadtrat die Entscheidung in den Hauptausschuss verschoben.

Verständnis fehlt

Die Stadträte Reitzenstein und Karl-Heinz Kreiner verstehen das nach eigenem Bekunden nicht. Im Haushalt 2015 seien 15 000 Euro für Bushäuschen eingestellt, und bisher davon noch kein Cent abgerufen. Es liege auch noch kein weiterer Antrag vor. Eine Wartehalle kostet 5000 bis 6000 Euro, dafür gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent durch den Zweckverband Nahverkehr und die Regierung der Oberpfalz.

Beim Ortstermin zeigte sich, dass im Bereich der Haltestelle genug Platz für ein Bushäuschen ist. Damit es den abbiegenden Autofahrern nicht die Sicht verstellt, könnte es vom Straßenrand zurückgesetzt werden. Claus Pilhofer, dem das Feld an der Kreuzung gehört, ist bereit, kostenlos den nötigen Grund zur Verfügung zu stellen. Dadurch würde die Wartehalle in einem Bereich stehen, wo ein Lkw nicht hinkommt. Das gäbe den Kindern zusätzlich Sicherheit.

Sechs Buskinder

Ab Herbst werden jeden Tag sechs Kinder von Seidersberg zur Schule fahren, und weitere wachsen heran. Es muss also schnell etwas passieren. "Die Hinhaltetaktik der Stadt missfällt uns", meinte Kreiner, und FDP-Ortsvorsitzender Achim Groth ergänzte: "Die Verwaltung ist untätig."

Reitzenstein sagte den erwachsenen und den jugendlichen Bürgern von Seidersberg und Großenfalz zu, das nötige Bushäuschen im August als Dringlichkeitsantrag in den Stadtrat zu bringen.
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