Parkplätze mitten im "Dorf"

Nach Abriss des ehemaligen Videothek-Gebäudes sollen an dieser Stelle in einem ersten Schritt 14 neue Parkplätze entstehen. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.10.2015
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Das "Dorf" wandelt sein Gesicht: Ein deutlich sichtbares Zeichen dafür soll in Rosenberg an jener Stelle gesetzt werden, an der einst Videostreifen über den Ladentisch gereicht wurden. Das Gebäude soll weichen.

Was mit dem von der Stadt gekauften ehemaligen Gasthaus Zur Waage (SRZ berichtete) geschehen soll, steht noch in den Sternen. Für das auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße gelegene Grundstück hingegen sind die Vorstellungen schon sehr konkret: Die ehemalige Videothek fällt demnach der Spitzhacke zum Opfer, und es entstehen in einer ersten Phase 14 neue Parkplätze, inklusive einer Stellfläche, die den Fahrzeugen von Behinderten vorbehalten bleibt.

Den Weg dafür hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung freigemacht - auch wenn es vier Gegenstimmen aus den Reihen der CSU-Fraktion gab. Architekt Michael Dittmann hatte das Vorhaben vor dem Gremium erläutert. Demnach würde nach dem Abriss des Gebäudes eine neue Zufahrt zu dem Grundstück entstehen, parallel zu einer bereits vorhandenen privaten Grundstücksanbindung.

Der Planer legte dar, dass für die Realisierung auch ein Baum weichen müsse. Parkplatz und Zufahrt werden demnach mit Hohlstein-Granit samt Rasenfuge gepflastert. Ohne Grunderwerb, Abbruch und Schadstoffentsorgung stünden dann nach Dittmanns Berechnungen rund 154 000 Euro für die Anlegung der Parkplätze an. Möglich wäre in einem zweiten Schritt auch noch eine Erweiterung.

Seidersberg zuerst

Bushäuschen waren schon in der Juli- und August-Sitzung des Stadtrats ein Thema, im September nun sollte festgelegt werden, wo im Stadtgebiet die nächste Haltestelle eine Überdachung erhält. Mit einem deutlichen Votum quer durch alle Fraktionen ging Seidersberg durch, auch wenn es in der internen Prioritätenliste erst an Position zehn geführt wird.

Dritter Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) hatte dazu einen eigenen Antrag eingereicht und um zeitnahe Umsetzung gebeten, weil hier ausschließlich Schulkinder zusteigen. Seine schriftlich vorliegenden Argumente stachen und überzeugten das Gremium am nachhaltigsten: Das Grundstück wird kostenlos zur Verfügung gestellt, die Seidersberger würden das Häuschen selber bauen, das Geld sei im Haushalt eingestellt und letztlich gebe es 50 Prozent Zuschuss seitens des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS). Hinter Seidersberg platzierten die Räte in der Dringlichkeit für Bushäuschen nun die Haltestelle Obere Gartenstraße stadteinwärts (gegenüber dem Liliencenter) und dahinter jene am Siedlerweg/Kaufland.

Auf Vorschlag von Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn soll ein Antrag von SPD-Stadtrat Dr. Thomas Steiner erst im Februar oder März behandelt werden. Dieser fordert eine zusätzliche Oberflächen- und Kanalsanierung im weiteren Umfeld des neuen Eingangsbereich des Waldbads. Laut Schöllhorn müssten hier zunächst die festgestellten Baumängel - wie gefordert - von den betroffenen Firmen beseitigt werden. Danach habe man einen Überblick über die vorhandenen Haushaltsreste und könnte das Thema erneut im Stadtrat behandeln.

Beim Punkt Anfragen wollte Karl-Heinz Kreiner (FDP/FWS) nach der SRZ-Berichterstattung zur Situation Altstadtfest/Café B 1 (Ausgabe 16. September 2015) wissen, wer aus dem Stadtrat dem Festausschuss angehöre. Er wurde damit von Bürgermeister Michael Göth (SPD) an die eigene Fraktion verwiesen.
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