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MyGeo bot alles, was man fürs Geocaching braucht - auch die kleinen Behälter für die Verstecke. Bilder: cog (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.10.2015
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Schatzsuche muss kein Kinderspiel sein. Die moderne Form, die Menschen jeder Altersstufe begeistert, heißt Geocaching. Am Spendenevent konnte man erfahrene Geocacher kennenlernen und viel über diesen Trend erfahren.

Mit dem GPS-System suchen Geocacher im Wald, im Feld oder auch in der Stadt nach den Objekten der Begierde, den Caches. Das sind meist Behälter, in denen ein sogenanntes Logbuch steckt, wo sich der Finder eintragen kann. Manchmal wartet nicht nur ein Logbuch darauf, entdeckt zu werden, sondern auch ein sogenannter Travel Bug, ein Gegenstand, der von einem Versteck zum nächsten transportiert und dessen Weg im Internet protokolliert wird.

Besondere Medaillen

Besonders aufwendig produzierte, individuell gestaltete Medaillen werden als Geocoins bezeichnet. Sie sind seltener und werden auch von Sammlern begehrt. Die Hinweise auf die Fundstelle stehen mit ihren geographischen Koordinaten im Internet, und hier kann sich auch der Finder verewigen. Weltweit gibt es derzeit 2,6 Millionen Caches, in Deutschland sind es rund 350 000 - in vielen verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die schwersten sind nur mit Spezialausrüstung zu erreichen, meist reicht aber ein Smartphone oder GPS-Gerät, eine Taschenlampe, ein Stift und ein Taschenmesser, um den Schatz zu bergen. Geocaching ist normalerweise kostenlos, und jeder kann für jeden Strecken legen.

Sebastian Prade, begeisterter Geocacher und engagierter Stiberer, wollte das Amberger Tierheim unterstützen und organisierte ein Geocaching-Spendenevent, weil man mit Geocaching viele Menschen erreichen kann. Die Historische Gruppe Stiberfähnlein stellte ihren Platz an der Schanz zur Verfügung und sorgte für Speis und Trank. Reißenden Absatz fand der Glühwein. Als Rahmenprogramm gab es Kinderspiele und eine Schwertkampf-Vorführung.

Ein Stand des Unternehmens MyGeo bot Fachliteratur über Geocaching für Einsteiger und Experten, GPS-Geräte und Schatzbehälter. Manche sahen aus wie Holzstücke oder Tannenzapfen, um den Finder zu täuschen, andere waren winzig klein und mit einem Magneten versehen, so dass man sie an ein Verkehrsschild hängen kann. Sehr beliebt als wasserdichtes Gefäß für das Logbuch sind die etwa 15 cm langen PET-Rohlinge für Getränkeflaschen, die schon mit einem Schraubverschluss versehen sind.

Die Geocacher boten den Kindern Vergnügungen wie Weitwurf, Maiskörner schätzen und eine Verlosung an, bei der man Fossilien und Edelsteine gewinnen konnte. Außerdem waren sie gern bereit, alle Neueinsteiger mit Informationen bei den ersten Schritten in diesem spannenden Hobby zu unterstützen.

Echte Rarität

Einen Höhepunkt stellte die Versteigerung von Geocoins dar, die Prade als Spende für das Tierheim von Sammlern aus der Region erhalten hatte. Da gab es häufige Exemplare wie den "Casher Track", einen "Salamander", einen schön gearbeiteten Mayakalender und sogar ein "Meerschweinchen", eine echte Rarität, da die Gesamtedition auf 35 Stück limitiert ist. Nach einem etwas zähen Anfang folgte Gebot auf Gebot. Die Feuershow der Stiberer bildete das prächtige Finale der Veranstaltung.
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