Persönliche Führung von Horst Linn durch das "Speedtreibhaus"
Oldtimermuseum und Coffeeshop

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.05.2015
3
0
Beim Betreten der Museums-Halle in Eschenfelden liegt bereits der Geruch von Benzin in der Luft. Um die 50 Oldtimer sind auf den rund 600 Quadratmetern aufgereiht. Jedes dieser Fahrzeuge hier wurde teils aufwändig restauriert und umgebaut und hat Vorbesitzer von Rang und Namen und seine ganz eigene Motorsport-Geschichte.

Horst Linn, der Eigentümer der historischen Schätze, kann jede einzelne erzählen. In diesen Genuss kamen nun Landrat Richard Reisinger und Vertreter des Landratsamtes Amberg-Sulzbach bei einer persönlichen Führung durch das Oldtimermuseum.

Benzin im Blut

Der ehemalige Unternehmer und Rallyefahrer Horst Linn besitzt eine der wohl größten Sammlungen historischer Rallye-, Touren- und Sportwagen aus Frankreich. Fahrzeuge von Renault, Fournier-Marcadier, Simca, Peugeot, Stanguellini, Ferrari, Salmson oder Abarth stehen in dem im Februar eröffneten Speedtreibhaus, dazu noch ein paar Formel-Rennwagen.

Das älteste Auto ist ein Salmson AD9 mit 9-Zylinder-Flugzeugsternmotor von 1926, das jüngste ein Renault R5 Turbo (1980).

Für Horst Linn ist mit dem Oldtimermuseum ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit vielen Jahren sammelt der 70-Jährige alte Fahrzeuge und hat diese seit kurzem im Speedtreibhaus vereint. Mit einigen von ihnen nimmt der ehemalige Rallyefahrer noch heute äußerst erfolgreich an Rallyes teil.

Seit seiner Jugend hat der Unternehmer regelrecht Benzin im Blut, Pokale im Coffeeshop des Speedtreibhauses lassen erahnen, wie erfolgreich Horst Linn als Rennfahrer tatsächlich war und auch nach wie vor ist. Hier, im Coffeeshop, läuft auch ein Fernseher mit Ausschnitten von Rennen mit Horst Linn oder Interviews mit dem Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, einem Rallyefahrerkollegen aus vergangenen Tagen und engen Freund bis heute.

Die Mischung aus Oldtimermuseum und Coffeeshop stimmt. Seit der Eröffnung vor wenigen Wochen kamen bereits mehrere Hundert Besucher nach Eschenfelden in den Landkreis Amberg-Sulzbach, um sich die alten Schätze des ehemaligen Unternehmers und Rallyefahrers anzusehen. Die weiteste Anreise hatte eine Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, erzählt Horst Linn voller Stolz.

Ausbau geplant

Das Speedtreibhaus ist aber weit mehr als nur ein Museum mit Coffeeshop. So kann es als Eventlocation für Firmenschulungen, Familienfeiern, usw. gemietet werden.

Zudem sollen in regelmäßigen Abständen auch Veranstaltungen wie Public Viewing großer Rennsportevents stattfinden. Auch für Schulklassen bietet sich ein Ausflug ins Oldtimermuseum an.

Das Museum soll übrigens weiter ausgebaut werden, denn Horst Linn hat seine Sammelleidenschaft noch längst nicht beendet. Ein paar Autos möchte er sich noch zulegen und die Attraktivität des Oldtimermuseums noch weiter steigern. Dadurch erhofft sich der Unternehmer auch einen Impuls für die Gastronomie und den Tourismus in der Umgebung, vor allem nach der Insolvenz des benachbarten Golfplatzes in Königstein.

Eine neue Halle wird deshalb gebaut werden, direkt neben der schon bestehenden. Und auch in dieser wird vermutlich binnen kürzester Zeit der Geruch von Benzin in der Luft liegen...
Weitere Beiträge zu den Themen: Nordrhein-Westfalen (2261)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.