Perspektive für die Kinder

Mit neuem Bildmaterial erläuterten Leesa Shrestha (rechts) und Manfred Härtel die Situation in Gerkhutar. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.05.2015
36
0

Die Menschen in Nepal haben den Mut nicht verloren. Trotz des schweren Nachbebens räumen sie unablässig Trümmer und Schutt beiseite. In Gerkhutar, wo die hiesige Nepal-Hilfe eine Schule betreibt, sind die meisten Häuser zerstört. Und jetzt droht noch eine weitere Gefahr.

"Die Leute im Dorf sind sehr fleißig beim Wiederaufbau, zunächst von Notunterkünften, da im Juni mit dem Monsun die Regenzeit beginnt", berichten Leesa Shrestha und Manfred Härtl beim Besuch in der SRZ-Redaktion. Genauere Details zur Notlage und den Bedürfnissen wird in den nächsten Tagen ein nepalesischer Freund aus Gerkhutar liefern, der am Sonntag ins Katastrophengebiet flog.

Hohe Bereitschaft

Die Spendenbereitschaft übertreffe momentan die kühnsten Erwartungen. Mehr als 400 Personen hätten nach Härtls Angaben bereits finanziell geholfen. Bis dato seien knapp 60 000 Euro an Spenden eingegangen, darunter auch eine 15 000-Euro-Zuwendung der Claus und Gertrud Conrad-Stiftung. "Wir sind wirklich dankbar für jede Zuwendung, da das Leid groß ist und unsere Freunde sich auf uns verlassen."

Wie der Vorsitzende des Vereins "Wir helfen Nepal" weiter erläutert, würden die Gelder nicht auf einmal komplett nach Gerkhutar geschickt, sondern für die jeweils anstehenden Sanierungen, Anschaffungen und Projekte, die im Zusammenhang mit der Erdbebenkatastrophe stehen, im Dorf verwendet.

Der Sulzbach-Rosenberger Verein "Wir helfen Nepal" betreibt im Dorf Gerkhutar in Nepal eine Schule, die durch das Erdbeben am 23. April stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Uns erreichten einige Bilder vom Zustand vor dem Beben, den Schäden und den Aufräumarbeiten. Bilder: hfz

Korrekte Verwendung

Die beiden Gewährsmänner, Ramhari Pandey und der in Sulzbach-Rosenberg vielen gut bekannte Ramchandra Pandey, garantieren die korrekte Verwendung der Hilfsgelder. Ihr Zuständigkeitsbereich ist unter anderem die vom Verein betriebene Om Mane Public School mit circa 240 Schülern. Zunächst wird an einem Provisorium (Container) gearbeitet, um die Schüler wieder möglichst schnell unterrichten zu können. Hierfür wird nach eingegangenem Kostenvoranschlag zunächst ein Teil der Spendengelder verwendet.

"Es ist wichtig, den Kindern schnellstmöglich wieder eine Perspektive zu geben. Was notwendig ist, wird bezahlt", merkt Leesa Shrestha an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.