Pflichtlektüre der Regionalpolitik

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (links) informierte sich bei dem Behördenleiter Thomas Gollwitzer (Mitte) und Abteilungsleiter Hans-Peter Schmucker über die Projekte des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Amberg-Sulzbach. Bild: eys
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.10.2015
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Wer den ländlichen Raum gestalten möchte, braucht das nötige Instrumentarium dazu. Um sich aus erster Hand über aktuelle Projekte im Landkreis zu informieren, traf sich Landtagsabgeordneter Harald Schwartz mit der dafür an führender Stelle zuständigen Behördenleitung des Amts für Ländliche Entwicklung (AFLE).

"Die Region Amberg-Sulzbach zu stärken und wichtige Maßnahmen voranzutreiben, stellt für mich einen meiner politischen Schwerpunkte dar", unterstrich der Parlamentarier.

Amtsleiter Thomas Gollwitzer stellte zunächst die Palette der Maßnahmen im Landkreis vor und betonte, "Ziel unserer Arbeit ist es, zusammen mit Gemeinden und Bürgern im ländlichen Raum die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen durch Maßnahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung voranzutreiben." Wesentliche Instrumente seien die Dorferneuerung und Flurneuordnung.

In der Region gilt das für 42 Vorhaben mit einer Gesamtfläche von rund 7750 Hektar. "In diesen Projekten wirken insgesamt fast 4200 Teilnehmer mit", so Gollwitzer. Darüber hinaus unterstrich er auch das aufgewendete Fördervolumen. Demnach wurden von seinem Haus rund 2,5 Millionen Euro an Zuschüssen freigegeben. Sie stammen aus einschlägigen Programmen des Freistaats, des Bundes und der EU. Daraus resultiere ein Gesamtinvestitionsvolumen von geplant 3,9 Millionen Euro.

Als Beispiele für konkrete Maßnahmen in der Region nannte der zuständige AFLE-Abteilungsleiter Hans-Peter Schmucker den Gemeindeverbund AOVE, die Flurneuordnung Krumbach in Amberg und Kümmersbruck, die Dorferneuerung Lintach, den freiwilligen Landtausch in Michelfeld und den freiwilligen Nutzungstausch in Gaißach. "Über den kompletten Flächenlandkreis betreuen wir zahlreiche unterschiedliche Projekte. Dabei arbeiten wir eng mit den Bürgermeistern zusammen", so Schmucker.

Als besonders bedeutend hob Schwartz in diesem Zusammenhang die frühzeitige Beteiligung der Bürger an geplanten Maßnahmen hervor. Sie sollten bereits von Anfang an über die Maßnahmen informiert werden und auch ihre Sichtweise zu den Projekten einbringen können. Denn gerade bei der Dorferneuerung oder Verbesserung des ländlichen Kernwegenetzes würden nicht selten viele unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen. Eine "frühzeitige Bürgerbeteiligung vermindert die Spannungen", machte der Parlamentarier seine Sichtweise deutlich.
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