Philip Meinhold stellt heute Abend dort sein Buch über NS-Zeit vor - Musik von Tri Hudebnizi
"Erben der Erinnerung" in der Synagoge

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.11.2015
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"Kultopf", der Zusammenschluss der Kulturschaffenden in der Region, lädt heute um 19.30 Uhr zu einer Buchvorstellung in die Synagoge ein. "Erben der Erinnerung" hat der Autor Philip Meinhold sein Buch genannt, das eine sehr persönliche Erkundung der eigenen Geschichte ist, des Umgangs mit der NS-Zeit siebzig Jahre danach und der Frage, was Auschwitz mit jedem von uns zu tun hat.

Anlass zu diesem Buch war der Wunsch der siebzigjährigen Mutter des Autors, gemeinsam mit Kindern und Enkeln nach Auschwitz zu fahren. Sie selbst galt nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen als "Jüdischer Mischling zweiten Grades", ihre Verwandten wurden deportiert.

Dennoch hatte Philip Meinhold sich selbst bis dato stets als Angehöriger des "Tätervolkes" verstanden. Der Besuch von Auschwitz war für ihn der Anlass, sich mit seinem eigenen Umgang mit Holocaust und Familienvergangenheit auseinanderzusetzen.

Der Autor, 1971 in West-Berlin geboren, veröffentlichte vor seinem ersten Roman Erzählungen und Kolumnen, erhielt mehrere Literaturpreise und lebt als freier Journalist und Schriftsteller in Berlin. Im Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November vor 77 Jahren hat "Kultopf" diesen Termin und als Veranstaltungsort die Synagoge gewählt. Die Formation "Tri Hudebnizi" - Sebastian Meier, Tuba, Sophie Meier-Rastl, Geige, Georg Leugner-Gradl, Klarinette - wird die Lesung mit dem Thema entsprechender Musik umrahmen. Karten - für Schüler zum ermäßigten Preis - gibt es in der Buchhandlung Volkert, 09661/812373.
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