Polizei kontrolliert einen Tag: 18 Tempo-Sünder
Raser erfolgreich im Laser-Visier

Aus dem Auto heraus messen die Beamten mit dem Handgerät die Geschwindigkeit der herannahenden Fahrzeuge. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.11.2015
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Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 heißt "Bayern mobil - sicher ans Ziel". Die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg nahm das zum Anlass, Geschwindigkeitsmessungen mit dem Laserhandgerät auf der Staatsstraße 2164 (Autobahnzubringer) anzusetzen. Einen ganzen Tag lang hatten die Beamten auf dem Parkplatz nahe der Ortschaft Pesensricht ihre Kontrollstelle eingerichtet.

Die Beanstandungsquote der erst Mitte Oktober oberpfalzweit gelaufenen Kontrollaktion "Sicher unterwegs im Goldenen Herbst" im Zuständigkeitsbereich der PI Sulzbach-Rosenberg war wohl zufriedenstellend "mager" ausgefallen (wir berichteten), doch nun wurde die Polizei eines Besseren belehrt.

Am Vormittag des Kontrolltags gingen den Beamten im Zeitraum von etwa zweieinhalb Stunden 13 Verkehrsteilnehmer ins Netz, die ihre Geschwindigkeit zum Teil massiv überschritten hatten.

Spitzenreiter war hier ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Tauberbischofsheim (Baden-Württemberg), der um 9.55 Uhr mit seinem BMW mit satten 142 Stundenkilometern von der Autobahnanschlussstelle in Richtung Sulzbach-Rosenberg raste. Nach Abzug der Toleranzen rauschte der junge Mann nur knapp an einem Fahrverbot vorbei, ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister.

Mit 153 an die Spitze

Als "trauriger Spitzenreiter des Tages" durfte sich ein 45-Jähriger aus Tirol in Österreich in die Liste der zu beanstandenden Fahrzeugführer eintragen lassen: Um 15.36 Uhr war er mit seinem BMW bei einer Geschwindigkeit von gar 153 km/h in die gleiche Richtung unterwegs. Die Konsequenzen für ihn: Bußgeld in Höhe von 160 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein einmonatiges Fahrverbot.

Insgesamt wurden am Kontrolltag 18 Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsverstößen angehalten, in 15 Fällen musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden, lediglich drei Autofahrer kamen mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung davon. Ein "Trostpflaster" gab es für die eingesetzten Beamten auch: Nur drei der Sünder stammten aus dem Landkreis. Das Kontrollergebnis, erklärt Erster Hauptkommissar Klaus Erras, zeige einmal mehr die Erforderlichkeit von Geschwindigkeitsmessungen. Ziel der fortgesetzten Kontrollmaßnahmen sei es nämlich, die Kraftfahrer nachhaltig zu einer Änderung des Geschwindigkeitsverhaltens insbesondere auf Landstraßen zu bewegen - sind doch auf diesen Verkehrswegen die meisten Unfalltoten und Schwerverletzten zu beklagen.
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