Postsenioren ziehen Bilanz - Verdi gegen gesetzliche Einschränkung des Streikrechts
Mindestlohn als großer Erfolg

Vorsitzende Emilie Stief dankte Landesfachbereichsleiter Anton Hirtreiter für seine Rede. Bild: awb
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.03.2015
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(awb) Viele ehemalige Postler und Fernmeldeleute waren zur Jahreshauptversammlung der Postsenioren in die Alte Kaserne in Amberg gekommen. Emilie Stief, Vorsitzende der Verdi-Seniorengruppe, Fachbereich Post und Telekom, blickte auf 2014 zurück und rief Infoveranstaltungen, Ausflugsfahrten, Tagungen und Besichtigungen in Erinnerung. Den Finanzbericht legte Kassenverwalter Martin Paulus vor.

Anton Hirtreiter, Verdi-Fachbereichsleiter für Postdienste, Spedition und Logistik in Bayern, sagte zum geplanten Gesetz der Tarifeinheit, Verdi lehne gesetzliche Einschränkungen des Streikrechts ab. "Wer sich Privatisierung und die Abschaffung von Beamten auf die Fahne schreibt, kann nicht auf der anderen Seite das Streikrecht einschränken", kritisierte er die Politik.

Nur gut für die Konzerne

Auch beim Freihandelsabkommen TTIP sehe Verdi keinen Handlungsbedarf: "Damit sollen nur die weltweiten Konzerne gestärkt und Arbeitnehmerrechte abgebaut werden." Hart ins Gericht ging Hirtreiter mit den Plänen der Post, 6000 Paketzusteller in eine neu gegründete Tochter zu verschieben. Laut Hirtreiter ist das "Tarif- und Mitbestimmungsflucht sowie Vertragsbruch".

Die Gewerkschaftsbewegung könne stolz auf ihre Erfolge sein, betonte er und nannte als Beispiel die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar und die breite Zustimmung der Bevölkerung dafür.
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