Qualität ist hier greifbar

Zur Zeit schweben die extra angefertigten Bauteile ein und werden in Höhe des 2. Stocks auf dem Stahlgerüst platziert. Im August soll der komplette OP-Trakt mit drei Sälen hierher umziehen. Bilder: Gebhardt (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
31.07.2015
1
0

Alles wird neu: Der OP-Trakt schwebt per Kran ein, der Eingangsbereich samt Caféteria wächst hochmodern heran, die neue Entbindungsstation nimmt Gestalt an: Im St.-Anna-Krankenhaus geht der Bauabschnitt I mit einigen Projekten der Investition von insgesamt rund 19 Millionen Euro auf die Zielgerade.

Vorstand Klaus Emmerich sitzt künftig im Schatten: Vor seinem Büro entsteht der neue OP-Bereich mit drei Sälen als Zwischenlösung. Er sieht dies als Teil einer Qualitätsoffensive, denn im Juli widmet sich das Kommunalunternehmen "Krankenhäuser des Landkreises" gemeinsam mit dem Klinikverbund Klinik-Kompetenz Bayern dem Thema Qualität.

Für die hiesigen Krankenhäuser und Mitarbeiter bedeute Qualität vor allem mehr Personal und Investitionen in die Zukunft, erläutert Emmerich unserer Zeitung beim Baustellenbesuch. Warum gerade hier? "Die größte Herausforderung für eine qualitativ hochwertige Behandlung sind nämlich aktuell unsere Bauaktivitäten", erklärt Vorstands-Referent Andreas Poeplau. "Mit dem Gesamt-Investitionsvolumen bis zu 19 Millionen Euro in den nächsten Jahren stehen heuer die Eröffnungen mehrerer Teile des Bauabschnitts I bevor."

OP-Säle und Entbindung

Noch im August werde ein neuer Operationstrakt mit drei OP-Sälen als Zwischenlösung eröffnet. Diese Säle, angebaut auf Stelzen im Westen des Hauses, sind mit Medizintechnik nach neuesten technischen Anforderungen gerüstet. Sie bestehen aus individuell ausgestatteten Bauteilen und werden für eineinhalb bis zwei Jahre die zur Sanierung anstehenden OP-Säle im 2. Stock des Haupthaus ersetzen.

Alleine hierfür muss das Krankenhaus zwei Millionen Euro aufbringen. Im gleichen Monat eröffnet auf dem Stockwerk die nagelneue Entbindungsstation mit modernem Kreißsaal und angeschlossener Station für Geburtshilfe/Gynäkologie. Wesentlich patientenfreundlicher wird nach Umgestaltung der Eingangsbereich wiedereröffnen. Den Haupteingang wertet eine Schleuse energetisch auf. Der komplette Bereich ist mit energiesparenden LEDs beleuchtet. Links finden Patienten und Besucher ihr beliebtes ComCenter in Hotel-ähnlicher Atmosphäre hinter einer geschwungenen Theke.

"Im Hintergrund verarbeitet eine Elektronik die Funkrufe der Patienten bis zur Meldung anstehender Notfälle, die rasch aufgenommen werden müssen", ergänzt Poeplau. Rechts wird eine neue Caféteria mit Kiosk angesiedelt mit kulinarischer Rund-um-Versorgung: Kaffee und Kuchen, Snacks und Getränke, auch ein Automatenbereich zur Selbstversorgung. Sitzflächen gibt es zudem auf der sonnigen Terrasse. "Unsere Wunschvorstellung ist ein Kommunikations-Center für Patienten und Besucher," erläutert Küchenchef Andreas Gallner. Dazu wird als erster Schritt der Speisesaal für Patienten und Besucher außerhalb der Essenszeiten des Personals geöffnet.

Mehr Personal, neue Geräte

Vorstand Emmerich bemerkt abschließend, dass Qualität mehr Zeit für den Patienten bedeutet: "So haben wir 2013/14 in 23 zusätzliche Vollzeitstellen investiert im ärztlichen und pflegerischen Bereich." Parallel erfolgte ein "Generationswechsel" der medizinisch-technischen Geräte in St. Anna und St.Johannes. Fast alle medizinischen Großgeräte wurden zwischen 2013 und 2015 gegen neue ausgetauscht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.