Rausch auf Rückzug

Viele Schulen in der Region, wie hier die Amberger Dreifaltigkeits-Mittelschule, beteiligten sich an der Kunstaktion der DAK gegen den Alkoholmissbrauch. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.01.2015
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Zeigt die Prävention Wirkung? Laut Deutscher Angestellten-Krankenkasse ist die Zahl der Komasäufer im Landkreis rückläufig. Grund zur Entwarnung gibt es allerdings nicht.

Trinken bis der Arzt kommt: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt ein Problem, auch wenn die Zahl der Betroffenen im Bundestrend zurückgeht. Im Landkreis Amberg-Sulzbach landeten im Jahr 2013 weniger jugendliche Komasäufer in einer Klinik. Nach aktuellen Informationen der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) kamen 52 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen damit im Vergleich zu 2012 um 3,7 Prozent. In den vergangenen zwölf Jahren gab es jedoch immer noch eine Steigerung von 100 Prozent.

Kreativ gegen das Saufen

"Es ist erfreulich, dass sich bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt", erklärte Rainer Vorsatz, Chef der DAK-Gesundheit in Amberg. Zur Unterstützung setzt die Krankenkasse auch 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" in Amberg fort. Beim bundesweiten Wettbewerb "Bunt statt blau" werden Schüler zwischen 12 und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen.

An der Präventionskampagne nahmen seit 2010 mehr als 62 000 junge Künstler teil. Schirmherrin der Aktion ist die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml.
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