Realschule verändert sich seit Gründung vor 50 Jahren
Wandel ist greifbar

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.08.2015
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Seit einem halben Jahrhundert gibt es die Walter-Höllerer-Realschule. Als sie gegründet wurde, hieß sie Staatliche Realschule Sulzbach-Rosenberg. Erst im April 2007 wurde sie nach dem Sulzbacher Literaten benannt. Der Jahrestag wurde mit einem großen Schulfest gefeiert. Seit der Gründung 1964 ist die Realschule stetig gewachsen. Am ersten Tag kamen damals knapp über 100 Schüler, inzwischen sind es fast sieben Mal so viele.

Dieser Zuwachs schlug sich im Erscheinungsbild nieder. Im Gründungsjahr war die Realschule noch in dem Gebäude untergebracht, in dem heute die Sparkasse ist, erst zwei Jahre später wurde der Bau am Erlheimer Weg fertiggestellt. Weitere zwei Jahre danach stand die Turnhalle. Im neuen Jahrtausend wurde die Realschule erweitert und ein Fahrstuhl eingebaut, um die Schule rollstuhlgerecht zu machen.

Der Wandel war aber nicht nur äußerlich sichtbar. Lautete etwa die Aufgabenstellung in der Aufnahmeprüfung anno 1968 "Hilfe, meine Mutti fährt Auto!", stehen heute andere Themen im Mittelpunkt des Schullebens. Das "ueTheater" führte das Stück "Hier stinkt's!" auf, das sich kritisch mit Mobbing auseinandersetzt. Mobbing war 2014/15 zentrales Thema. Ein Experte für Internetkriminalität hielt einen Vortrag über Cybermobbing, also Mobbing, das sich vom Schulhof in die sozialen Netzwerke verlagert hat. Außerdem referierte Professorin Beate Schuster vor den Lehrkräften.

"Die Schwerpunkte des Lernens haben sich in den vergangenen 50 Jahren verschoben", sagt Realschuldirektor Wolfgang Pfeifer im Vorwort der Festschrift. Doch damals wie heute soll die Schule auf das Berufsleben vorbereiten. Um den richtigen Job zu finden, gab es ein besonderes Berufswahlseminar: Absolventen der vergangenen 50 Jahre kamen zurück und stellten ihre Berufe vor.

Auch der Sport nahm eine zentrale Rolle ein. Die Mädchenmannschaft wurde Landkreismeister im Hallenfußball und das Langlaufteam schaffte es auf den dritten Platz bei den Bezirksmeisterschaften. Auch Kunst und Kultur waren 2014/15 ein Schwerpunkt. Die Schultheatergruppe führte das Kriminalstück "Mörder im Dunkeln" auf und am musischen Abend wurde das gesamte Spektrum von Quetschensolo bis hin zur Breakdance-Show abgedeckt.
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