Rezept: Lachen und aktiv sein

Stefan Kummer, Vorsitzender des Seniorenbeirats, hieß die Gäste in der Sparkassenhalle willkommen, auch im Namen des Seniorenbeauftragten Holger Fleck (hinten links). Bilder: hka (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.09.2015
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"Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu": Der römische Philosoph Cicero hat dies erkannt, und die, die sich heute mit Alter und Älterwerden befassen, wissen es auch. Wie Holger Fleck, der Seniorenbeauftragte der Stadt. "Nie aufhören, am Leben teilzunehmen", das ist für ihn die beste Altersvorsorge.

Was vor 22 Jahren in der Herzogstadt als Novum begann ist heute beispielgebend für viele Kommunen in Bayern: die Seniorenaktionswoche. 2015 heißt es nun wieder bis 26. September bei zahlreichen Veranstaltungen "Mach mit - fühl dich fit!" Bei der Eröffnung gab es vor allem viel zu lachen, als Gerontotherapeut Georg Pilhofer über den Humor im Alter sprach.

Viele halfen mit

Es gab aber auch viel Lob und Dank am Samstagvormittag in der Geschäftsstelle der Sparkasse. Der Seniorenbeauftragte der Stadt, Holger Fleck, der Seniorenbeirat mit dem langjährigen Vorsitzenden Stefan Kummer, Sparkassen-Vorstandsmitglied Werner Dürgner, Geschäftsstellenleiterin Jutta Promm und Mitarbeiterin Kathrin Schmidt - sie alle hatten zum Zustandekommen und Gelingen der einzelnen Aktionen beigetragen. Zahlreiche Vertreter des politischen und öffentlichen Lebens kamen zur Auftaktveranstaltung, außerdem der Frauenchor "Herznote", der unter Regie der stellvertretenden Leiterin der Sing- und Musikschule Sylvia Schulz Lieder aus Irland, Israel und den USA sang.

Starker Wandel

Seniorenbeirats-Vorsitzender Stefan Kummer verwies auf den demografischen Wandel. Es gebe immer weniger jüngere, aber mehr ältere Menschen, und denen müsse vermittelt werden, "dass sie keine Last sind". Die Aktionswoche wolle Anstoß dafür sein, dass Senioren in allen Bereichen des Lebens mitwirken und ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Bürgermeister Michael Göth skizzierte die heutige ältere Generation als "mit beiden Beinen im Leben stehend", mit Interesse am Weltgeschehen, mit Lebensfreude und der Energie, sich den Herausforderungen des Alters zu stellen. "Die Stadt hat ein Herz für ihre Senioren", versicherte er, sie nehme deren Anliegen ernst und binde sie in Entscheidungen ein. Anregungen und Vorschläge seien dem Seniorenbeauftragten und dem Beirat jederzeit willkommen.

Stellvertretender Landrat Franz Birkl bestätigte, dass die Sulzbach-Rosenberger Seniorenaktionswoche von fast allen Gemeinden des Landkreises übernommen worden sei. Mit verschiedenen Themen wie "Altwerden zu Hause", "Betreutes Wohnen" oder "Barrierefreies Wohnen" versuche man erfolgreich, auf Probleme der älteren Generation zu reagieren.

Positives Denken

Dass Goethe den "Faust" mit achtzig geschrieben, Michelangelo die Sixtinische Kapelle mit siebzig gestaltet hat, ist für den Seniorenbeauftragten Holger Fleck Beweis, dass im Alter noch große Dinge getan werden können. "Jung ist, wer staunen und sich begeistern kann" zitierte er, empfahl lebenslanges Lernen, gesunde Lebensweise und positives Denken.

Das war auch das Thema von Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz. Über den "Humor im Alter" hatte er einen Bilderbogen mit Geschichten, Sprüchen, Witzen, Zitaten und Ratschlägen zusammengestellt, die für viel Heiterkeit sorgte. Dabei wurden aber auch die dunklen Seiten des Altwerdens aufgezeigt wie Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Trauer. Aber sein Fazit lautete trotzdem: "Humor und Lachen sind zeitlebens Muntermacher!"
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