Richie Necker begeistert Publikum auf der MuK-Kulturbühne Zentralbüro
Ganz stark auch ohne Effekte

Als großer Meister seines Fachs präsentierte sich Richie Necker im Zentralbüro. Bild: bmr
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.11.2014
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Wie verhindert man, dass sich an einem grauen, in Nebel eingehüllten Novemberabend melancholische Stimmung breitmacht? Man geht zur MuK-Kulturbühne nach Rosenberg und erlebt einen Abend mit Richie Necker.

Der gebürtige Amberger war auf seiner "Music-Man-live-2014-Tour" wieder einmal in der näheren Heimat unterwegs. Im proppevollen Zentralbüro war Necker natürlich kein Unbekannter. Viele Zuschauer sahen den Vollblutmusiker bereits in seinen früheren Formationen. Man denke an die Kultband der 80er "Rock 'n' Rolls Royce" oder den "Rock Doctors in den 90ern. Momentan spielt der Profimusiker auch noch in den Italo- Bands " I Dolci Signori" und "Trio Italiano" sowohl bei Necker & Poth und "Richie & the Elevators".

"The Letter" - im Original von den Box Tops - mit 2:02 Minuten einer der kürzesten Hits der Popgeschichte, war der erste Song an einem facettenreichen Abend. Kurzweilig sollte es bleiben, es folgten bekannte auf unbekannte Songs, sowohl lustiges und ernstes Material. Mit seiner witzig-charmanten Art präsentierte der Entertainer Songs von CCR, Beatles, Police, Gerry Raferty oder Townes van Zandt, um nur einige zu nennen.

Für jeden war etwas dabei - erst ein Stück für die Jungs - der Country-Klassiker "Ghostriders in der Sky", gedanklich mit Bierdosen am Lagerfeuer sitzend. Das nächste Stück für die Mädels, John Mayers "Your Body is a Wonderland", der Klassiker schlechthin unter den Schnulzen.

Nur Bass eingespielt

Mit Effektgeräten geht Richie Necker sehr sparsam um, und das ist gut so. Außer einem auf Loop selbst eingespielten Bass verzichtet der in der Nähe von Regensburg lebende Vollblutmusiker fast gänzlich auf technische Hilfe. Wer so perfekt "Füller", passend zu jeglichem Gitarrenakkord und zu Gesang einsetzt, kann sich auf sein Talent verlassen und nicht auf Effekte. Fazit: Eine Stimme, eine Gitarre und das wunderschöne Ambiente der Kulturbühne Zentralbüro als gefühltes Wohnzimmer. Mehr braucht es nicht, um einen tristen Novembertag als stimmungsvollen Abend ausklingen zu lassen.

In zwei Wochen kann MuK-Chef Gerald Ludwig schon das nächste Schmankerl präsentieren, wenn die Bluesrocker "3 Dayz Whizkey" aus Regensburg im "Dorf" aufschlagen.
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