Richtschnur für Leader

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.12.2014
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Die Fördertöpfe der EU sind meist attraktiv, aber nicht immer einfach anzuzapfen. Aufwendige Vorarbeiten schrecken oft ab. Im Landkreis sind die Hausaufgaben gemacht.

Die Vorstandsmitglieder der lokalen Arbeitsgruppe (LAG), die beiden Bürgermeister Stefan Braun (Kastl) und Winfried Franz (Neukirchen), meldeten nun quasi Vollzug. Laut einer Pressemitteilung haben sie persönlich dem zuständigen Neumarkter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) die vor Ort erarbeitete Lokale Entwicklungsstrategie (LES) für den Landkreis vorgelegt.

Beide geben sich zuversichtlich, dass die erarbeiteten Konzeptlinien positiv bewertet werden und somit EU-Fördergelder aus dem Leader-Programm in die Region fließen können. Der zuständige Neumarkter Projektmanager Hans-Michael Pilz freute sich ausdrücklich darüber, dass es mit dem Papier geschafft worden sei, den gesamten Landkreis zu vereinen und eine Brücke zwischen Stadt und Land zu schaffen.

Aus einem Guss

Die für Bayern ausgegebene Programm-Leitlinie trägt den Titel "Bürger gestalten ihre Heimat". Unter dieser Maßgabe, so die Pressemitteilung, hätten sich in den vergangenen Monaten Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Amberg Gedanken darüber gemacht, wie die Zukunft ihrer Region, ihres lokalen Lebensumfeldes aussehen soll.

Geltend gemacht worden seien konkret benannter Handlungsbedarf ebenso wie Projektideen und Wünsche. Sie umschreiben in der Summe vor der Leader-Förderkulisse die Ziele der beabsichtigten Entwicklung für die nächsten sechs Jahre formuliert. In Anlehnung an die Bergbau- und Industriegeschichte der Region steht über allem der Slogan "Im Land der tausend Feuer", in dem es heute noch an der ein oder anderen Stelle "brennt" und somit einiges vorangebracht werden soll

Die Besonderheiten

Benannt werden der qualitative Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes, das Herausarbeiten von kulturellen Besonderheiten und die Förderung landschaftlicher Vielfalt, um die Region touristisch besser zu profilieren. Daneben soll durch die Aufwertung der Ortskerne und der Schaffung von zukunftsfähigen Mobilitäts- und Versorgungsangeboten die Wohn- und Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten bleiben.

Zehn Projekte, so das Papier, stünden bereits in den Startlöchern. Neben der Aufwertung des Fünf-Flüsse-Radweges, dem Vater-Unser-Weg in Ammerthal oder der Abteilung Industriegeschichte im Bergbau- und Industriemuseum Theuern sollen so auch "Begegnungsräume in Natur und Kultur" (Kloster Ensdorf) in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
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