Rohrwerk-Betriebsrat Karl-Heinz König diskutiert bei SPD-Konferenz in Berlin mit - Mindestlohn ...
Unternehmen brauchen Planungssicherheit

Besuch bei der SPD-Fraktion: von links Josef Bock, Helmut Meindl, Sandra Koller, Uli Grötsch MdB, Karl-Heinz König. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.10.2014
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"Wir wollen schlechte Arbeitsbedingungen bekämpfen und gemeinsam mit den Betriebs- und Personalräten dieses Ziel erreichen. Deshalb ist es so wichtig, uns mit ihnen auszutauschen", erklärte der Weidener Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch bei der Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion.

Rund 260 Betriebs- und Personalräte, darunter auch ein Teilnehmer aus Sulzbach-Rosenberg, diskutierten unter anderem mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles unter dem Motto "Arbeit wertschätzen" über Mindestlohn, Bekämpfung der Leiharbeit, Stärkung der Tarifautonomie und Missbrauch von Werkverträgen.

Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König vom Rohrwerk Maxhütte nahm auf Einladung von Grötsch an der Konferenz teil. Ihm kam es bei dem Treffen mit dem Abgeordneten vor allem darauf an, auf die stagnierende Auftragslage seines Unternehmens aufmerksam zu machen. Die Unternehmen bräuchten möglichst schnell Planungssicherheit, in welche Richtung die deutsche Industriepolitik auch in Hinblick auf die EEG-Novelle gehe.

Einsatz für gute Arbeit

"Wir werden nicht aufhören, uns mit aller Kraft für gute Arbeit einzusetzen. Planungssicherheit und eine klare Industriepolitik sind für uns ein wichtiger Baustein unserer Arbeitsmarktpolitik", versichert Grötsch dem Vertreter seines Wahlkreises. Als nächstes stehe die Bekämpfung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen auf der Agenda der Großen Koalition. Damit soll "der Zwei-Klassen-Gesellschaft in Betrieben ein Riegel vorgeschoben werden". Mit der Einführung des flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns habe die SPD an der Seite der Gewerkschaften einen historischen Durchbruch erreicht. "Der Mindestlohn sorgt dafür, dass derjenige, der Vollzeit arbeitet, endlich von seiner Hände Arbeit leben kann", erklärte Grötsch. Auch das Rentenpaket mit der abschlagsfreien Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren und die Mütterrente trägt dazu bei.
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