Rohrwerk hilft in schwerer Zeit

Freude über die 10 000-Euro-Spende: Von links: Betriebsrats-Chef Karl-Heinz König, Hauptgesellschafterin Evelyne Aicher, Finanz-Leiter Oliver Schirm, AWO-Geschäftsführerin Julia Rußwurm, SkF-Geschäftsführerin Marianne Gutwein, Theo Wißmüller von der Kirchlichen Sozialarbeit sowie Michael Kernl und Hans Lauterbach von "Sulzbach-Rosenberg hilft". Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.10.2015
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Gute Traditionen legt man nicht so einfach ab, zumal wenn sie Bedürftigen helfen. Auch das Rohrwerk Maxhütte setzt in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten seine Spendenaktion fort: 10 000 Euro aus dem Reinerlös des Werkfestes fanden ihren Weg zu den richtigen Organisationen.

Hauptgesellschafterin Evelyne Aicher zeigte sich stolz auf die Belegschaft und die erreichten Erfolge für die Allgemeinheit: Sie bedachte jetzt vier Empfänger mit je 2500 Euro Spende für soziale Zwecke.

Startschuss schon 1979

Die Geschichte der Rohrwerkfeste läuft seit 1979. Stets sind diese Veranstaltungen auf dem Werksgelände selbstständig initiiert von den Mitarbeitern. Der Grund für die Tradition ist im 25-jährigen Jubiläum der Gründung des Rohrwerks Maxhütte 1954 zu suchen.

Lange währte die Reihe der Feste, bis zur Unterbrechung der Veranstaltungsreihe von 1988 bis 2002, aufgrund der beiden Konkurse der Maxhütte. Doch ab 2004 startete die Belegschaft wieder durch, die Reihe der Rohrwerkfeste begann erneut, und die 21. Veranstaltung in 2015 bewies die Wirksamkeit des Konzeptes: Organisation durch Mitarbeiter des Rohrwerks Maxhütte, freiwillige, entgeltlose Gestaltung der Veranstaltung durch Mitarbeiter von Rohrwerk und Maxhütte Technologie (MHT).

System mit Erfolg

Evelyne Aicher erklärte den Gästen auch das Erfolgssystem: Kuchenspenden durch Familien von Mitarbeitern beider Firmen sichern das nachmittägliche Büfett. Im Vorfeld schon bittet man Kunden und Lieferanten des Rohrwerks um Geld- und Sachspenden für die große Tombola, deren Erlös auch sehr wichtig fürs positive Gesamtergebnis ist.

Alle helfen mit

Damit ein ordentlicher Betrag zusammenkommt, werden nicht nur eingegangene Geldspenden vollständig weitergegeben, sondern auch die Festerlöse und eventuelle Zuzahlungen des Rohrwerks mit in den Topf gelegt, um an gemeinnützige Einrichtungen der Region Amberg-Sulzbach weitergereicht zu werden.

Wie Oliver Schirm, Leiter der Finanzen und Mit-Organisator, erklärte, seien beim Fest die Preise bei Getränken und Essen stets familienfreundlich gehalten, damit die Belegschaft dies auch vollzählig wahrnehmen kann.

Karl-Heinz König, der Betriebsratsvorsitzende des Rohrwerks Maxhütte, freute sich über die Initiative der Belegschaft und zeigte sich sicher, dass das Rohrwerk Zukunft habe.

Beeindruckend liest sich der Gesamt-Spendenbetrag seit 2004: 148 777 Euro kamen bisher zusammen. Die Summe steigerte sich kontinuierlich von 7777 Euro im Jahr 2004 bis 20 000 Euro ab dem Jahr 2011. Heuer wurden es 10 000 Euro, die große Freude auslösten.

Geld kommt an

Inzwischen zeichnet sich eine langjährige Zusammenarbeit mit einigen Einrichtungen als Spendenempfänger ab, zwei davon fanden sich auch heuer in der kleinen Liste. Der Sozialdienst katholischer Frauen Amberg und die Einzelfallhilfe in der kirchlichen Sozialarbeit (Diakonie Sulzbach-Rosenberg freuten sich ebenso über je 2500 Euro wie die neue Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" und der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Amberg-Sulzbach. "Das Spendengeld kommt 1:1 an", bescheinigten die Vertreter aller vier Organisationen abschließend.
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