Rosenberger Tischgesellschaft besucht das Natur-Refugium der TV-bekannten Expertin Barbara ...
Edelweißerer staunen über Gartenparadies

Barbara Krasemann (links) erläutert den Besuchern an ihrem Felsengarten, warum griechischer Bergtee, der in diesem Alpinum prächtig gedeiht, zu ihren Lieblingsgetränken zählt. Bild: rlö
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.11.2015
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(rlö) Wer den "Sieben Söhnen des Himmels" begegnen möchte, der sollte nach Dixenhausen fahren - die Tischgesellschaft Edelweiß Rosenberg steuerte bei ihrem Herbstausflug das kleine Dorf in der Nähe von Thalmässing an, und die Teilnehmer kamen im Traumgarten der Fernseh-Garten-Expertin Barbara Krasemann (BR-Sendereihe "Querbeet") aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Am Rand des Altmühltals

Auf einer rund 8500 Quadratmeter großen abschüssigen Wiese am Rande des Altmühltals entstand seit 1985 sukzessive "Bärbels Garten", ein Refugium für tausende botanische Kostbarkeiten und für wahr gewordene Gartenträume. Bei der letzten Exkursion in diesem Jahr machte Barbara Krasemann die Teilnehmer an der Edelweiß-Halbtagesfahrt mit ihrer grünen Schatzkammer bekannt.

Und die hat noch viel mehr zu bieten als die schon zitierten "Himmelssöhne" aus Fernost, einen duftenden fernöstlichen Strauch, der als Bienenweide gerade deshalb so wertvoll ist, weil er seinen Blütennektar im Spätsommer und Herbst anbietet, wenn die Bienen sonst nicht mehr viel finden. Dieses Gewächs sollte auch in unseren Gärten einen Platz haben, ebenso die in Österreich noch weit verbreitete Balsampappel, die hierzulande fast keiner mehr kennt, obwohl sie nicht minder wichtig wäre für die Bienen. Aus ihren Knospen presst Barbara Krasemann jenen Balsam, der mit seiner unglaublichen antiseptischen Wirkkraft zu den wichtigsten Bestandteilen ihrer Natur-Hausapotheke zählt.

Zwölf Themenräume

Inzwischen zählt das Reich von Krasemann zwölf verschiedene Themenräume, vom Obst- und Gemüsegarten mit fast vergessenen Gemüsesorten über Feuchtbiotope, Schatten-, Kräuter- bis hin zum Form- und Rosengarten oder zum Alpinum. Natürlich fehlen auch die vom Fernsehen bekannte Gartenküche mit Backhaus und Essplatz sowie ein "Grünes Klassenzimmer" nicht. Ein Garten von berückender Wildheit und doch sinnvoll geordnet - ein kleines Paradies, das sich dem fortlaufenden Wandel nach den natürlichen Gesetzen von Werden und Vergehen unterwirft. Im Verlauf der Führung kam Barbara Krasemann auch mehrfach auf den Klimawandel zu sprechen, der alle Gärtner in unseren Breiten vor neue Herausforderungen stellt: Bekannte Gartenpflanzen werden nach und nach verschwinden und neuen Gewächsen Platz machen, die Hitze und Trockenperioden besser verkraften.

Reich an Eindrücken und neuem Wissen um die Bedeutung naturnahen Gartenbaues steuerte die Busgesellschaft zur abendlichen Einkehr den Landgasthof Kirsch in Fichtenhof bei Eschenfelden an, wo der Ausflug gesellig ausklang.
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