Satzung bald entstauben

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.03.2015
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Auch Jäger brauchen eine vernünftige Verwaltung: Deswegen drehte sich alles um Neuwahl, Satzung und Berichte beim Jahrestreffen der Waidmänner. Am Ende stand aber Kontinuität: Lore Kaiser macht vier Jahre weiter als Vorsitzende, Stefan Frank ist jetzt ihr Stellvertreter.

Hörnerklänge der Bläsergruppe unter Hornmeister Heinrich Windisch rufen traditionsgemäß die Grünröcke zur Aufmerksamkeit, wenn die Jahresversammlung der Sulzbach-Rosenberger Kreisgruppe ansteht: Beim "Bartl" freute sich Chefin Lore Kaiser über den vollen Saal. Sie berichtete über Hegeschauen, Lehrgänge, Seminare und Jägertreffen, einen Waldtag mit Grundschulkindern, die Jägerprüfung, Hundeausbildung und eine gelungene Hubertusfeier.

Die bayernweite Wildschadensversicherung für Jagdreviere sei noch nicht ausverhandelt, an Terminen stünden demnächst die Rehwild-Hegeschau am 23. April und der Landesjägertag in Weiden vom 10. bis 13. April. Den Mitgliederstand bezifferte Kaiser auf derzeit 420 gesamt.

Dringend Nachwuchs suchen die Jagdhornbläser, appellierte deren Obmann Peter Grünthaler. Er berichtete von vielen Auftritten, unter anderem beim Landkreis-Bläsertreffen im Hirschwald und diversen Jagdveranstaltungen. Norbert Meidinger bilanzierte als Obmann des Schießwesens 14 Termine in der Fatzen und in Grafenwöhr. Er rief zu mehr Beteiligung beim Arbeitseinsatz am Schießstand auf.

Hunde sind versichert

Winfried Sauerländer betreut den Hundesektor und freute sich über die pauschale Versicherung für Jagdhunde, die die Kreisgruppe als eine der ersten in Bayern abgeschlossen hatte. Er wies auf die stets bereitstehenden Nachsuchen-Gespanne hin und den bald beginnenden neuen Kurs für die Gehorsams- und Brauchbarkeitsprüfung.

Zum Thema Naturschutz erläuterte der beauftragte Klaus-Dieter Paul verschiedene Biotop-Maßnahmen, die der Landesjagdverband bezuschusst, und Förderprogramme, die die EU beschlossen hatte: KULAP und Greening bieten Blühstreifen und neue Grasflächen. Das Thema Wildgänse in Bayern und die Hühnervögel als Naturschutz-Thema 2015 schlossen sich an.

2. Kassier Jochen Schramm gab den detaillierten Kassenbericht. Zwei Anträge lagen vor vom 2. Vorsitzenden Bodo Wolf: Zum einen regte er die Änderung und Anpassung der Satzung der Kreisgruppe aus dem Jahr 1981 an neue rechtliche Gegebenheiten an, zum anderen die Überführung des Kontos der Jungjägerausbildung ins Gesamtkonto.

Heftige Diskussionen

Es gab eine teils heftig geführte Diskussion mit dem Ergebnis, dass sich der neue Vorstand mit dem Thema Satzung beschäftigen wird, rechtskundige Berater zuzieht und dann in der nächsten Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung zur Abstimmung vorlegt - falls sich das als erforderlich erweist. Der zweite Antrag wurde nach ebenfalls sehr emotionaler Aussprache zurückgezogen.

Treue Mitglieder

Ehrungen für 50 Jahre Mitgliedschaft: Dr. Franz Josef Rahm, Werner Friederichs, Hans Laurer, Ernst Schuster, Heinrich Windisch, für 60 Jahre Paul Maul. Die Ausbilder-Urkunde für zehn Jahre und mehr erhielten Ludwig von Stern und Reinhold Hahn, das Hundeführerabzeichen in Silber Karl Loos, in Bronze, Lore Kaiser und Winfried Sauerländer.
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