Schauspielmusik neu entdeckt

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.06.2015
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Für die Ohren eines Laien mag das Thema "Nicht-aristotelisches Theater in der frühen Neuzeit" sperrig klingen. Besser ins Ohr geht da sicher ein Konzert, das in die Tagung der Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft eingebettet ist.

Auf die Tage von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Juni, erstreckt sich die Tagung der Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft in Sulzbach-Rosenberg. Die Teilnehmer, die aus dem In- und Ausland anreisen, versammeln sich dazu im großen Rathaussaal.

Zum Thema "Nicht-aristotelisches Theater in der frühen Neuzeit" steht in einer Pressemitteilung zu lesen: "Lange Zeit ging man in der Forschung davon aus, dass das Theater vom 16. bis zum 18. Jahrhundert sich an den Regeln orientierte, die der griechische Philosoph Aristoteles schon im vierten Jahrhundert vor Christus in seiner Poetik formuliert hatte. Die Tagung der Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft versucht dagegen erstmals, die vielen Möglichkeiten, die es in der frühen Neuzeit gab, ohne oder sogar gegen Aristoteles Theater zu schaffen, in den Blick zu nehmen." Das genaue Tagungsprogramm steht im Internet auf der Seite www.knorr-von-rosenroth.de.

Während die Experten bei der Tagung unter sich sind, spricht ein Konzert mit Schauspielmusik des 17. Jahrhunderts auch die Öffentlichkeit an. Es erklingen unlängst erst wiederentdeckte Kompositionen, die von renommierten Tonschöpfern zu Theaterstücken der Barockzeit geschrieben wurden.

Ausführende sind die Sopranistin Marie Luise Werneburg und das in der Alte-Musik-Szene sehr bekannte Ensemble Bell' Arte, Salzburg. Das Konzert begleitet ein Gespräch, das die Musikstücke in ihren jeweiligen Handlungszusammenhang einordnet. Es beginnt am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Sulzbach-Rosenberg, Synagogenstraße 9.

Der Eintritt kostet 15 Euro; ermäßigt 7 Euro. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Eine Reservierung ist möglich im Stadtarchiv unter 09661/8 77 68-21.
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