Schloss Neidstein hat eine wechselvolle Geschichte
Immer noch bezaubernd schön

Ein echtes Schmuckstück ist das Schloss Neidstein noch immer: Seine Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt, das erfuhren auch die KAB-Senioren bei ihrem Besuch. Bild: Hartl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
01.06.2015
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Über 500 Jahre alt, im Dreißigjährigen Krieg verwüstet und später nach Hollywood verkauft: Schloss Neidstein hat eine wechselvolle Geschichte. Die Rosenberger KAB-Senioren kennen sie jetzt aus erster Hand.

Eine Schlossbesichtigung stand diesmal auf dem Programm der KAB-Senioren aktiv der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg. Ziel war das Schloss Neidstein, das von dem Hollywoodstar Nicolas Cage ge- und verkauft worden war.

1504 total zerstört

Vor der Besichtigung erzählte Hausmeister Heinz Breitfelder den Senioren die bewegte Geschichte des Schlosses. Sie reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Im 13. Jahrhundert starb das Geschlecht derer von Neidstein aus. Dann wechselten die Burgherren oft.

Der bayerische König Ludwig, der spätere Kaiser, kaufte das Schloss. Durch Erbfolge kam Neidstein zur "Oberen Pfalz" der Wittelsbacher. Pfalzgraf Rudolf II. verpfändete das Anwesen an seinen Schwiegersohn König Karl IV. von Böhmen, Herzog Ludwig von Bayern 1466 an Hans Prantner. In den Landshuter Erbfolgekrieg wurde der damalige Besitzer von Neidstein, Jobst von Brand, mit hineingezogen. Als Folge wurde die Burg 1504 zerstört. Der Besitzer ließ nun unterhalb der Ruine das jetzige Schloss errichten.

Im Dreißigjährigem Krieg eroberten und plünderten die Schweden das Schloss. Als ein französischer Verband 1796 bei Amberg von Österreichern geschlagen wurde, verwüsteten die Franzosen das Gebäude. Nach dem zweiten Weltkrieg diente die Burg als Notunterkunft für Flüchtlinge.

Einrichtung versteigert

Größere Veränderungen brachte der Verkauf von Neidstein an Nikolas Cage. Er wollte die Einrichtungsgegenstände nicht übernehmen, so kam es zur Versteigerung durch ein Auktionshaus. Cage verkaufte schließlich das Schloss an Dr. Konrad Wilfurth, der mit viel Liebe das Bestehende zu erhalten sucht. Anschließend ging es hinauf zu den Räumen wie die Bibliothek, das Trauzimmer, den Salon und in das Speisezimmer. Den Abschluss der Führung bildete ein deftige Brotzeit beim Goldenen Stern in Kirchenreinbach.
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