Schnell bei Sterbefällen helfen

Den neuen Vorstand der Sterbekasse der Luitpoldhütte bilden Beisitzer Josef Wiesgickl, Kassier Matthias Gleixner, Schriftführer Willi Sommer (hinten von links), Vorsitzender Christian Zwack und seine Stellvertreterin, Arbeitsdirektorin Christiane Berger (vorne von links). Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.06.2015
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Die Sterbekasse der Luitpoldhütte setzt ihre Tradition fort: Die Führung des Vereins mit über 3000 Mitgliedern ist weiterhin mit Betriebsratschef und Arbeitsdirektor besetzt.

(sow) Die Mitgliedervertreter der Arbeitnehmer-Sterbekasse der Luitpoldhütte AG haben bei ihrer Versammlung den Betriebsratsvorsitzenden Christian Zwack einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist Arbeitsdirektorin Christiane Berger, Das Duo tritt die Nachfolge von Josef Wiesgickl und Heinz Wiesnet, an, die beide aus Altersgründen aus der Luitpoldhütte ausgeschieden sind.

Ungünstiges Altersstruktur

Trotz sinkender Mitgliederzahlen, einer ungünstigen Altersstruktur der Kasse und ein niedriges Zinsniveaus konnte der scheidende Vorsitzende Wiesgickl in seinen Bericht zum Geschäftsjahr 2014 erneut einen Anstieg des Vermögens vermelden. Dies sei nicht selbstverständlich, sagte er. Denn die wiederum gesunkene Zahl der Mitglieder durch 84 Sterbefälle, fünf Ausschlüsse und Kündigungen sowie die geringen Neueintritte ließen keine Überschüsse vergangener Zeiten zu. Trotzdem habe der Verein wieder schnell und unbürokratisch bei den Sterbefällen helfen können. So sei über die Bestattungsunternehmen ein Betrag von rund 73 000 Euro als Soforthilfe ausbezahlt wurden.

Ein in Auftrag gegebenes Gutachten lasse weiterhin auf Sterbehilfen in gleicher Höhe hoffen, erklärte Schriftführer Willi Sommer. Der äußerst niedrige Beitrag von 8,40 Euro im Jahr werde dagegen nicht mehr zu halten sein. Den Vorschlägen des Gutachters folgten die Mitgliedervertreter. Bevor diese in die Satzung einfließen, müsse die Versicherungsaufsicht zustimmen. Sollte die Regierung von Oberbayern nichts dagegen haben, könnte dies zum 1. Januar 2016 geschehen.

Eine gute Ertragslage

Der Gutachter lobte die sparsame Verwaltung und eine gute Ertragslage. Geringere Kosten bei der Sterbehilfe und bei der Wertberichtigung hätten das Ergebnis wesentlich verschönert, doch der Einbruch bei den Zinsen habe den Gewinn geschmälert. Ändere sich in naher Zukunft nichts, werde die Sterbekasse davon nicht verschont bleiben, so Sommer.
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