Schüler der Berufsfachschule für Musik glänzen beim Konzert in der Annaberg-Kirche
Musikgenuss zur Bergfest-Mass

Es gehört bereits zum Annabergfest, wie der Gottesdienst und die Brotzeit danach: Das Konzert der Berufsfachschule für Musik (BFS). Auch heuer kamen wieder viele Zuhörer. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.07.2015
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Das traditionelle Konzert der Berufsfachschule für Musik (BFS) zum Annabergfest lockte auch heuer wieder viele musikbegeisterte Besucher in die Wallfahrtskirche auf dem Berg. Sie durften ein vielseitiges und anspruchsvolles Klangerlebnis genießen. Den Anfang machten Paul Henzler und Friedrich Trautmann mit einer Posaunensonate von Daniel Speer. Die beiden harmonierten bestens miteinander, musizierten intonationssicher und klangschön und boten so einen idealen Vorgeschmack auf das weitere Programm.

Es folgte der erste Satz des bekannten d-moll-Konzertes von Johann Sebastian Bach. Sara Garcia und Carolina Steinberger interpretierten es souverän. Mit einer Kammerkantate des Münchener Komponisten Christoph Pez präsentierte sich die junge Sopranistin Katharina Königer. Gemeinsam mit dem Flötisten Isthur Jambal gestaltete sie diese selten gespielte, frische, sommerliche Komposition charmant und stimmschön. Frisch ging es auch weiter mit einem Satz aus Vivaldis Sonate in C-Dur für zwei Violinen. Luise Beyer und Jenny Krüger spielten mit viel Fantasie und mutiger Dynamik. Nachdenklicher und empfindsamer wurde es bei dem a-moll-Trio für Flöte, Klarinette und Cembalo von Carl Phillip Emanuel Bach. Ein echtes Stück großer Kammermusikliteratur mit höchsten Anforderungen an Zusammenspiel, Intonation und feinsten Schattierungen des Ausdrucks. Maria Ulrich (Flöte) und Jasmin Gerner (Klarinette) bewältigten die schwierige Partitur über weite Strecken sehr gut. Den Abschluss bildete ein Satz aus dem Konzert für zwei Querflöten von Domenico Cimarosa. Maria Ulrich und Isthur Jambal hatten hier noch einmal Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Sie musizierten mit viel dynamischer Differenzierung, wunderbarem Zusammenspiel und schönem Klang. Ein gelungener Abschluss!

Ralf Waldner, Lehrbeauftragter für historische Tasteninstrumente und Kammermusik an der BFS begleitete am Cembalo äußerst lebendig und feinsinnig. Er bot den jungen Musikern mit seiner Begleitung alle Freiheiten, nahm deren musikalische Ideen auf, spornte an, wo es nötig war, und trug somit wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Anke Trautmann, Lehrbeauftragte für Flöte und Kammermusik, gab in ihrer Moderation Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken und stellte die jungen Musiker vor, die allesamt in diesem Jahr ihre Ausbildung an der BFS abschließen werden. Das Publikum bedankte sich durch langen Applaus.
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