Schüler des Gymnasiums besuchen Sizilien
Jetzt haben sie eine italienische Familie

Gymnasiasten des Comenius-Projekts mit den Studienräten Alexander Voss (Zweiter von links) und Lisa Steiner (Vierte von links). Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.12.2014
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Die Cosa Nostra kennen sie nach wie vor nur aus Filmen; was aber sizilianische Gastfreundschaft heißt, durften Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA) hautnah erleben. Die Teilnehmer am EU-geförderten "Comenius"-Projekt besuchten ihre Partnerschule in Paternó auf Sizilien. Dabei ging es nicht nur am Ätna heiß her.

Kulturen und Traditionen

Unter dem Arbeitstitel "A Taste of Different Cultures" setzen sich die Jungen und Mädchen seit fast einem Jahr mit den unterschiedlichen Kulturen und landestypischen Traditionen in Europa auseinander. Zusammen mit Studienrat und Projekt-Initiator Alexander Voss wollen sich die Zehntklässler nicht nur theoretisches Wissen erarbeiten, sondern auch vor Ort mehr über Land und Leute erfahren. Aus diesem Grund bereisen die Schüler im Laufe des Projekts die Heimatländer ihrer fünf Partnerschulen in Vezirköprü, Guyla, Paternó, Villanueva de los Infantes und Kedzierzyn-Kozle.

Nach Besuchen in Ungarn und der Türkei machten sich die Gymnasiasten zusammen mit den Studienräten Lisa Steiner und Alexander Voss auf den Weg nach Italien. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern aus den anderen Teilnehmerländern erarbeiteten sie die Ursachen für bestehende kulturelle Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den einzelnen Nationen.

Die Ergebnisse konnten bei einer multimedialen Ausstellung bestaunt werden. Neben Plakaten und einem Kurzfilm begeisterten die Schüler aus Sulzbach-Rosenberg ihre Austauschpartner insbesondere mit einem Kirwa-Tanz-Workshop.

Auch für Ausflüge nach Syrakus und zum Ätna blieb Zeit. In der 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärten Stadt an der Ostküste Siziliens beeindruckte die Schüler insbesondere der Dom Santa Maria delle Colonne - eine Mischung aus dorischem Tempel und christlicher Basilika. Am Ätna konnten die HCA-ler nicht nur Lavaschichten im Querschnitt sehen; beim Besuch der "Schlammtöpfchen", heiße, durch den Vulkan gespeiste Quellen, wurde manchem auch ganz schön warm.

Darüber hinaus durften die Herzogstädter dem Fest zu Ehren der Heiligen Barbara, beiwohnen. Die Prozession, bei der die Heiligenstatue von der Kirche durch die Altstadt getragen wird, fand ihren Höhepunkt in einem spektakulären Feuerwerk.

Nicht nur die Temperaturen - immer noch über 15 Grad Plus - machten den Gästen aus der Oberpfalz den Abschied schwer. Die Gastmütter waren sich einig: "Ihr habt jetzt nicht nur eine deutsche, sondern auch eine italienische Familie, bei der ihr jederzeit willkommen seid."
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