Schulseelsorge stellt sich vor bei der evangelischen Dekanatssynode
Zuhören und ernst nehmen

Bei der Synode sprachen die Schulbeauftragte des evangelischen Dekanats, Grete Wedel, und Schulseelsorger Walter Müller aus Grafenwöhr. Bild: gac
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.11.2014
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"Macht auch Ihr Euer Herz weit!" Unter dieses Motto aus dem 2. Korintherbrief stellte Landessynodaler Karl Georg Haubelt die evangelische Dekanatssynode in der Christuskirche. Er appellierte an alle Christen, Menschen in Not beizustehen, insbesondere den Flüchtlingen aus Irak, Nigeria und anderen Ländern, in denen Gewalt und Krieg herrschen. Dekan Karlhermann Schötz würdigte die Arbeit der Diakonie, die sich nicht nur in der Betreuung von Asylbewerbern, sondern auch in Einrichtungen wie dem Sozialpsychiatrischen Dienst, der Sozialstation, den Seniorenheimen und der Jugendhilfe für Menschen in Not einsetzt. Er forderte alle Christen auf, in ihrem alltäglichen Tun segensreich zu wirken: "Wir erleben es als bereichernd, wie vielfältig der Glaube in Menschen sein kann." Unter dem Motto "Mehr als ein Trostpflaster" stellten die Schulbeauftragte des evangelischen Dekanats, Grete Wedel, und Schulseelsorger Walter Müller aus Grafenwöhr die Arbeit der evangelischen Schulseelsorge vor. Sie begannen mit erschütternden Beispielen verlassener, vernachlässigter und misshandelter Kinder, für die es oft wichtig ist, dass überhaupt jemand zuhört und ihre Sorgen ernst nimmt. Aber auch Lehrer kommen zunehmend in die Sprechstunden der Schulseelsorger.

Probleme in der Schule

Seit 2006 gibt es im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn einen Ausbildungsgang zum evangelischen Schulseelsorger. Wedel berichtete über Probleme in der Zusammenarbeit mit Schulpsychologen und Schulleitern: "Manche Schulpsychologen nehmen uns nicht ernst, weil wir keine Psychologen sind.

Einige Schulleiter akzeptieren nicht, dass wir Schweigepflicht haben und sie über Inhalte unserer Gespräche mit Schülern und Lehrern nicht informieren dürfen." Dennoch wolle kein Schulleiter seinen Schulseelsorger wieder hergeben.
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