Schwierige Marktlage belastet

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.09.2015
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Das Rohrwerk Maxhütte ist nicht nur ein Sulzbach-Rosenberger Traditionsunternehmen - sondern bis heute ein wichtiger Arbeitgeber und Hersteller hochwertiger Stahlrohrprodukte für verschiedenste Industriesparten. Momentan legen sich aber Sorgenfalten auf die Stirn der Firmenverantwortlichen.

Nach einer Pressemitteilung des Abgeordnetenbüros von MdB Uli Grötsch gewann diesen Eindruck eine Delegation der bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, die bei einer Oberpfalztour auch in der Herzogstadt zu Gast war.

Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König und Geschäftsführer Harry Nimmerjahn begrüßten die zehn Bundestagsabgeordneten, angeführt vom Landesgruppenvorsitzenden Martin Burkert, den beiden Staatssekretären Florian Pronold und Anette Kramme und den Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Uli Grötsch. Unter den Gästen waren auch Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl und der Vorsitzende der SPD-Bezirkstagsfraktion Richard Gaßner.

Knapp 500 Beschäftigte

Weiter heißt es in der Verlautbarung des Parlamentariers, dass König und Nimmerjahn einen Einblick in den Betrieb gaben, in dem aktuell knapp 500 Beschäftigte tätig sind, darunter 26 Auszubildende.

Beide betonten, dass sich die Marktlage für das Rohrwerk momentan durchaus schwierig gestalte. Dies liege zum einen an einer Wettbewerbssituation, bei der internationale Konkurrenten, teilweise staatlich subventioniert, ihre Waren zu Dumpingpreisen auf den Markt brächten, die fernab eines realistischen Marktpreises seien.

"Wir wollen uns nicht wettbewerbsfrei halten, aber wir wollen einen fairen Wettbewerb", forderte Nimmerjahn. Zum anderen sei auch die Nachfrage in einigen Branchen teilweise eingebrochen, unter anderem im Kraftwerksbau.

An anderer Stelle der Pressemitteilung heißt es, dass Staatssekretär Florian Pronold konstatierte, dass eine Vielzahl von Ursachen die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Rohrwerks belasteten. "Wir setzen uns als SPD-Bundestagsfraktion und in der Bundesregierung dafür ein, dass in Deutschland weiterhin eine zukunftsorientierte Industriepolitik betrieben wird", versprach Pronold.

Für Entlastung

So habe die SPD beispielsweise bei der Energienovelle darauf hingearbeitet, dass auch stromintensive Betriebe weiterhin entlastet würden. Leider habe die EU-Kommission hier einen Riegel vorgeschoben, was nicht im Sinne der Sozialdemokraten gewesen sei.

Zum Thema Energiewende waren sich nach Informationen des Büros von MdB Uli Grötsch die Diskutanten beim Rohrwerk-Besuch einig, dass diese eines schlüssigen Gesamtkonzepts bedürfe. Für die SPD sei klar, dass Netz-Stabilität und Versorgungssicherheit wichtige Grundlagen für die industrielle Produktion - gerade bei energieintensiven Betrieben - seien. Dazu gehörten auch konventionelle Kraftwerke, die energetisch auf dem neuesten Stand sein müssten. "Wir wissen, was wir an unserem Industriestandort haben und werden weiterhin mit dem Wirtschaftsministerium an guten Wettbewerbsbedingungen arbeiten", sicherte Landeschef Florian Pronold zu.
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