Sicher, schnell und kompetent

Am Tisch sitzend (von rechts) stellvertretender Vorsitzender Heinz Niebler, stellvertretender Kommandant Heinz Obendorfer, Kommandant Armin Buchwald, stehend Vorsitzender Thomas Wiesent, daneben Kassier Mario Meidenbauer. Bild: hka
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.03.2015
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"Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein": Der Vorsitzende der Sulzbach-Rosenberger Wehr zitierte Unternehmer Philip Rosenthal, um seine Männer zu motivieren. Für Thomas Wiesent ist die Sicherstellung des Brandschutzes und des Technischen Hilfsdienstes durch eine freiwillige Feuerwehr nicht selten ein regelrechter Drahtseilakt.

Einiges war anders bei der Jahresversammlung 2015. Es stand mit Thomas Wiesent ein neuer Vorsitzender am Rednerpult, vor dem Fenster war der neue Anbau des Feuerwehrhauses zu sehen, und bei der Totenehrung wurde auch der Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich gedacht.

Wer rückt tagsüber aus?

Das Stichwort "Tagesalarmsicherheit" werde bald zentrales Thema, so der Vorsitzende; er bekräftigte aber die Bereitschaft, bei entsprechenden Rahmenbedingungen alles zu tun, um eine leistungsfähige, schlagkräftige Feuerwehr zu jeder Tages- und Nachtzeit aufrecht zu erhalten.

Im Hinblick auf die Einhaltung der Hilfsfrist berichtete Kommandant Armin Buchwald vom hervorragenden Schnitt seiner Wehr. Die Vorgabe, bei 95 Prozent der Einsätze nach spätestens zehn Minuten am Ort des Geschehens zu sein, habe die Sulzbach-Rosenberger Wehr mit 102,1 Prozent deutlich übertroffen. Buchwald dankte seinen Leuten auch für viele unentgeltliche Einsatzstunden, unter anderem beim Rückbau der alten Fahrzeughalle und der Schlauchpflege. Mit dem neuen Bau, meinte er zuversichtlich, sei die Wehr für Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt.

Die Zug- und Gruppenführer Thomas Wiesent (ABC-Zug), Horst Übler (Atemschutz) und Jürgen Urbanski (Jugendfeuerwehr) berichteten über Einsätze, Lehrgänge und Übungen. Von aktuell 20 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr von zehn bis 17 Jahren sind fünf Mädchen.

Jugend voll dabei

In 25 Übungen wurde die Jugend in Fahrzeugkunde, über Knoten und Stiche und technische Hilfeleistung unterrichtet. Daneben gab es Ausflüge, Zeltlager, Sport und als Highlight einen 24-Stunden-Wachdienst.

Die Atemschutz-Gruppe hatte im vergangenen Jahr sieben Einsätze, davon einen Keller- und einen Wohnhausbrand. Horst Üblers Mannschaft besteht aus 22 Atemschutzgeräteträgern, 14 Trägern von Chemieschutzkleidung und neun an Atemschutz-Überdruckgeräten Ausgebildeten. Vorsitzender Thomas Wiesent erinnerte, dass nicht nur geübt und gearbeitet werde: Bockbierfest, Feuerwehr-Kirwa, Schlachtschüssel, Wanderungen und anderes gelinge gut, das sei vielen tüchtigen Organisatoren, den Spenden der Geschäfte und nicht zuletzt den Ehefrauen der Wehrmänner zu verdanken.

Geld erwirtschaftet

Kassier Mario Meidenbauer wies darauf hin, dass Geld ausgegeben werden müsse, zum Beispiel für die Förderung der Jugendarbeit, andererseits aber auch Einnahmen erwirtschaftet wurden. So konnte aus dem Erlös der Feuerwehr-Kirwa Sperrwerkzeug angeschafft werden, das sich schon mehrfach bewährt habe.

Kreisbrandinspektor Karl Luber als Vertreter der Landkreis-Feuerwehrführung bescheinigte der Sulzbach-Rosenberger Wehr, sie habe "mit Bravour alle Einsätze gemeistert".

Auch Bürgermeister Michael Göth zeigte sich sehr zufrieden und dankte für die schweren Einsätze der letzten Zeit mit Bränden und Verkehrsunfällen. Seine erfreuliche Schluss-Botschaft zum neuen Feuerwehr-Gebäude: Vermutlich Mitte des Jahres könne es in Betrieb genommen werden.
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